Erste Polizeieinsätze im Vorfeld des AfD-Parteitags in Köln

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Polizei bereitet sich auf Demos zum AfD-Parteitag vor

Im Vorfeld der erwarteten Großdemonstration gegen den Bundesparteitag der AfD hat es am Samstagmorgen erste Polizeieinsätze gegeben. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei mitteilte, versuchten nach ersten Erkenntnissen linke Gegendemonstranten, im Stadtteil Deutz polizeiliche Absperrungen zu überwinden. Daraufhin sei es zu "ersten Laufspielen" zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Unklar blieb zunächst, ob es Festnahmen oder auch Verletzte gab.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Das AfD-Tagungshotel am Heumarkt in den Kölner Innenstadt ist hermetisch abgeriegelt. Zahlreiche Einsatzwagen der Polizei sowie Wasserwerfer standen bereit, um den Delegierten der rechtspopulistischen Partei das Betreten des Kongressorts zu ermöglichen. Zudem kreiste ein Hubschrauber über dem Stadtzentrum. Die Lage vor dem Hotel war am Morgen ruhig.

Der zweitägige Bundesparteitag der AfD beginnt um zehn Uhr. Fünf Monate vor der Bundestagswahl sollen die 600 Delegierten das Wahlprogramm beschließen. Das zweitägige Treffen steht im Zeichen eines erbitterten Führungsstreits. Parteichefin Frauke Petry will eine Richtungsentscheidung erzwingen und die Partei auf einen "realpolitischen Kurs" mit dem Ziel des Mitregierens festlegen. Offen ist, was der Parteitag nach dem Verzicht Petrys zum Thema Spitzenkandidatur beschließt.

In der Kölner Innenstadt herrscht Ausnahmezustand, die Polizei ist mit über 4000 Kräften im Einsatz. Erwartet werden bis zu 50.000 Demonstranten, darunter gewaltbereite Linksextreme.

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