Erste Proteste und Festnahmen in Russland

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Festnahme in Wladiwostok

In Russland hat es am Sonntag neue Proteste gegen Präsident Wladimir Putin und bereits erste Festnahmen gegeben. Die ersten Kundgebungen begannen in Städten wie Omsk, Wladiwostok, Chabaroswk, Nowosibirsk und Tomsk im Fernen Osten Russlands und in Sibirien. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation OVD-Info nahm die Polizei in 25 Städten mindestens 261 Menschen fest.

Zu den nicht genehmigten Demonstrationen haben der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und seine Unterstützer aufgerufen. Die Behörden haben mehrfach davor gewarnt, an den Protesten teilzunehmen. In Moskau soll die Demonstration um 12.00 Uhr (Ortszeit, 10.00 Uhr MEZ) beginnen.

Bereits am vergangenen Wochenende waren zehntausende Menschen in mehr als hundert russischen Städten auf die Straße gegangen. Die Sicherheitskräfte gingen teilweise brutal gegen die Protestierenden vor, mehr als 4000 Menschen wurden festgenommen.

In den vergangenen Tagen nahm die Polizei zudem mehrere Verbündete Nawalnys in Gewahrsam oder stellte sie unter Hausarrest, unter anderem den Bruder des Kreml-Kritikers. Nawalny war direkt nach seiner Rückkehr aus Deutschland in Moskau festgenommen und im Eilverfahren zu 30 Tagen Haft verurteilt worden. In Berlin war der Putin-Kritiker nach einem Giftanschlag behandelt worden, für den er den Kreml verantwortlich macht.

mid/mkü