Erste Regierende Bürgermeisterin für Berlin - Franziska Giffey läuft sich warm

·Lesedauer: 1 Min.

Franziska Giffey will Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden - und ihre Chancen als erste Frau an der Spitze der Hauptstadt der Bundesrepublik stehen gut. Die SPD hat die Abgeordnetenhauswahl gewonnen. Die Partei mit Spitzenkandidatin Giffey erreichte nach Auszählung aller Stimmbezirke 21,4 Prozent (-0,1) und landete damit vor den Grünen, die mit 18,9 Prozent (+ 3,7) ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Berlin-Wahl erzielten. Die CDU erreichte laut Angaben der Landeswahlleitung 18,1 Prozent (+0,4) , die Linke kam auf 14,0 Prozent (- 1,6), die AfD auf 8,0 Prozent (- 6,2), die FDP auf 7,1 Prozent (+ 0,5). Bisher führte Michael Müller (SPD) ein rot-rot-grünes Bündnis mit Grünen und Linken.

Franziska Giffey (SPD):

"Es ist eine der attraktivsten und tollsten Städte der Welt. Und wir haben alles Potenzial, dass die 2020er Jahre hier dazu führen, dass Berlin einer der bedeutendsten Standorte für Wirtschaft, Technologie, Kultur und Kreativität in Europa wird und dass wir das Ganze sozial und demokratisch machen."

Giffey sprach bisher nur von einem „klaren Votum für SPD und Grüne“ – die konnten mit ihrer Spitzenkandidatin Bettina Jarasch 3,7 Prozentpunkte zulegen. Jarasch optierte für ein neues rot-rot-grünes Bündnis. Mit Giffey wollen auch die Spitzenkandidaten von CDU und FDP verhandeln.

Rechnerisch möglich sind die Dreierkoalitionen

- Rot-rot-grün (zusammen 54,3 %),

- Rot-schwarz-grün (58,4%) oder

- Rot-rot-schwarz (53,5 %).

PANNEN-CHECK

Nach zahlreichen Pannen bei den Berlin-Wahlen - vertauschte Wahlzettel, lange Warteschlangen - will Landeswahlleiterin Petra Michaelis eine Bestandsaufnahme machen und die Vorgänge prüfen.

su mit dpa

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.