Erstmals gibt's die Zahlen - AZ enthüllt: Das verdienen die Wiesn-Wirte

Felix Müller

Erstmals legt die Stadt Zahlen vor, von welchen Einnahmen der Wirte sie ausgeht. Die AZ erklärt die Rechnung – und zeigt, wo die Bierpreisbremse für Weißbier und Russn heuer angesetzt werden soll.

München - Verdienen die Wiesn-Wirte zu viel Geld – oder sind ihre Einnahmen angemessen? Wie immer im Leben gehen da die Meinungen weit auseinander. Mancher Wirt zumindest machte in den vergangenen Wochen den Eindruck, gar nicht so zufrieden zu sein mit der Situation – und deshalb den Bierpreis zwingend weiter nach oben schrauben zu müssen.

Aber wie viel nimmt er denn nun ein, der Wiesn-Wirt? Jetzt gibt es dazu erstmals Zahlen: offizielle Schätzungen der Stadt, nach denen die Reformvorschläge für das Oktoberfest berechnet wurden. Die Beschlussvorlage von Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) wurde gestern den Stadtratsfraktionen übergeben und liegt der Abendzeitung vor. Die Zahlen beziehen sich auf die großen Festzelte und die mittelgroßen Gastro-Betriebe wie Hühnerbratereien, Cafézelte oder Barzelte.

So rechnet die Stadt

Genau 106.667 Sitzplätze gibt es in den genannten Betrieben. Schmid geht davon aus, dass diese im Durchschnitt 2,5 mal am Tag belegt werden. Für die Wiesn 2017 hieße das also insgesamt 4.800.465 Gäste. Pro Gast werden durchschnittlich Ausgaben in Höhe von 42 Euro angenommen. Bei den weit über 50 Prozent reservierten Gastplätzen ergibt sich diese Zahl bereits auf Basis der dort zu erfüllenden Mindestabnahmeverpflichtung (zwei Maß Bier und ein halbes Hendl), die durchschnittlich bereits mit einem Umsatz von 32 Millionen Euro zu bemessen sei.
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