Erstmals seit 1990: Junta in Myanmar vollstreckt vier Todesurteile

Die Junta in Myanmar hat erstmals seit 1990 wieder Todesurteile vollstrecken lassen Unter den vier Exekutierten sind auch zwei Prominente, der Demokratieaktivist Kyaw Min Yu sowie der frühere Abgeordnete und Hip-Hop-Künstler Phyo Zeya Thaw.

Sie waren für schuldig befunden worden, die Durchführung "unmenschlicher Terrorakte" unterstützt zu haben. Zwei weitere Männer wurden wegen Folterung und Tötung einer mutmaßlichen Informantin der Militärregierung im März vergangenen Jahres exekutiert.

Angehörige wussten nichts

Die vier Verurteilten wurden wahrscheinlich am Sonntag gehängt, ohne vorher Angehörige zu informieren. International sind die Hinrichtungen scharf kritisiert worden.

Der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in Myanmar, Tom Andrews, zeigte sich erschütttert von den Schicksalen der Männer.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach von einem Akt äußerster Grausamkeit. Die Junta ziele mit dieser Barbarei darauf ab, die nationale Protestbewegung zum Schweigen zu bringen. Die Leichname sollen laut "Myanmar Now" nicht den Hinterbliebenen übergeben werden, weil die Gefängnisleitung dazu "nicht verpflichtet" sei.

Mehrere Generäle hatten im Februar vergangenen Jahres den Putsch durchgeführt und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Seitdem herrschen chaotische Zustände in Myanmar. )

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