Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Monatsvergleich erneut gesunken

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im Dezember verglichen mit dem Vormonat leicht gesunken - sie lagen jedoch weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sanken die Preise verglichen mit November um 0,4 Prozent. Im Vergleich zu Dezember 2021 stand ein Plus von 21,6 Prozent.

Damit verlangsamte sich der Preisauftrieb weiter: Im November lag das Plus im Vorjahresvergleich noch bei 28,2 Prozent, im Oktober waren es 34,5 Prozent.

Hauptgrund für die Entwicklung der steigenden Erzeugerpreise im Jahresvergleich sind weiterhin die Energiepreise und - teils ebenfalls dadurch bedingt - auch der Anstieg der Preise für Verbrauchsgüter, Vorleistungsgüter und Investitionsgüter, wie die Statistiker am Freitag ausführten. Auch für den Rückgang des Index im Monatsvergleich sind wiederum die Energiepreise verantwortlich, die sich zuletzt leicht entspannt hatten.

Das Bundesamt legte auch Zahlen für das gesamte Jahr vor. Demnach stiegen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte 2022 verglichen mit 2021 um 32,9 Prozent an - das war die höchste Veränderung seit Beginn der Erhebung 1949. Im Jahr 2021 waren die Preise im Jahresvergleich um 10,5 Prozent geklettert.

Maßgeblich verantwortlich waren auch hier die Energiepreise, die im vergangenen Jahr verglichen mit dem Vorjahr um 86,2 Prozent gestiegen waren. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätten sich die Erzeugerpreise 2022 nur um 14 Prozent erhöht.

Der Index misst die Entwicklung der Preise für die im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte.

hcy/ilo