„Es hat sich heuchlerisch angefühlt“: Deshalb hat sich Alexander Klaws nicht von Daniel Küblböck verabschiedet

Alexander Klaws hatte sich entschieden, einen Brief seiner DSDS-Kollegen an Daniel Küblböck nicht zu unterschreiben. (Bild: Wenn)

Mit einem emotionalen Brief haben die ehemaligen DSDS-Mitstreiter von Daniel Kaiser-Küblböck Abschied genommen. Alexander Klaws hatte sich an dem öffentlichen Tribut für den vermissten Star allerdings nicht beteiligt – und musste dafür harsche Kritik einstecken. Jetzt rechtfertigt sich der Sieger der ersten Staffel.

Nachdem vermeldet wurde, dass Daniel Kaiser-Küblböck von Bord des Kreuzfahrtschiffes „AIDAluna“ gesprungen war und die Suche aufgrund der geringen Aussicht auf Rettung nach 36 Stunden eingestellt worden war, reagierten seine einstigen Mitstreiter von „Deutschland sucht den Superstar“ sofort. Die ehemaligen Kandidaten Juliette Schoppmann, Stephanie Brauckmeyer, Andrea Josten, Daniel Lopes, Vanessa Struhler, Nektarios Bamiatzis und Gracia Baur veröffentlichten via Social Media einen gemeinsamen Abschiedsbrief. Ausgerechnet der Sieger der Staffel, Alexander Klaws, hatte diesen jedoch nicht unterzeichnet und zog damit den Zorn vieler Küblböck-Fans auf sich. Weil der Sänger und Musicalstar mit zahlreichen Hassbotschaften bombardiert wurde, sah er sich nun gezwungen, eine Stellungnahme auf Facebook zu veröffentlichen.

„Dass ich das tolle, sehr bewegende Schreiben meiner DSDS-Kollegen nicht unterzeichnet habe, hat folgenden bestimmten Grund. Das heißt nicht, dass ich anderer Meinung bin oder mir die Situation, die Daniel für sich gewählt hat, egal wäre. (Schon traurig, dass man dass überhaupt erwähnen muss!) Es hat sich einfach heuchlerisch angefühlt, Teil einer Sammel-Nachricht zu sein über jemanden, mit dem man seit 14/15 Jahren keinerlei Kontakt hatte“, so Klaws’ Erklärung.

Daniel Küblböck, Alexander Klaws und Juliette Schoppmann (v.l.n.r.) waren 2003 die letzten drei DSDS-Kandidaten im Finale. (Bild: AP Photo)al

Mit klaren Worten richtet sich der DSDS-Sieger an diejenigen, die ihn online beschimpft haben: „Als Arschloch etc. betitelt zu werden, nur weil für euch Clowns die Welt ohne Facebook nicht existiert, ist schlichtweg abartig!“ Alexander Klaws habe eben seine ganz eigene Art gehabt, sich von Daniel Küblböck zu verabschieden. Die Kritik, dass ihn das Drama nicht berührt hätte, weist er weit von sich. Er ruft all diejenigen, die ihn im Netz beleidigt haben, dazu auf, sich mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen.

Auch Daniel Kaiser-Küblböck habe laut einem mittlerweile gelöschtem Facebook-Post lange unter Mobbing an der ETI Schauspielschule gelitten. Nachdem die Vorwürfe gegen das Europäische Theaterinstitut in den letzten Tagen Schlagzeilen gemacht hatten, wurde auch die Facebook-Seite des ETI mit Hasskommentaren überflutet, sodass man sich gezwungen sah, die Facebook-Präsenz vorübergehend einzustellen. Robert Mau, der Vorstandsvorsitzende der Theaterschule äußerte sich mittlerweile ebenfalls zu den Vorwürfen und relativierte diese.: “Keiner weiß genau, ob der Post von ihm stammt. Selbst wenn, hat Daniel da etwas falsch verstanden.” Laut Mau Mau sei Küblböck öfter betrunken zur Schule gekommen, habe sich aggressiv und unzuverlässig gezeigt.