Es sollte eine Geburtstagsfeier werden: Diese Freunde starben im Pariser Kugelhagel

Diese beiden Brüder verloren ihre Schwestern im La Belle Equipe.

Viel wird dieser Tage über die Terroranschläge von Paris berichtet, bei denen am Freitagabend über 100 Menschen ihr Leben ließen. Von den Einzelschicksalen des Abends ist hingegen bislang weniger bekannt, doch diese tragische Geschichte ändert das. Der britische "Mirror" berichtet von einer aus elf Freunden bestehenden Gruppe, die am 13. November im La Belle Equipe Café den 35. Geburtstag von Houda Saadi feierte – einer von jenen Orten in Paris, an denen die IS-Terroristen das Feuer eröffneten und wahllos Menschen erschossen.

Houda und ihre ein Jahr ältere Schwester Halima, Mutter von zwei Kindern, wurden von der Munition der Terroristen getroffen. Die 35-Jährige, die an diesem Abend ihren Geburtstag zelebrierte, verstarb noch vor Ort. Ihre Schwester wurde von einer Kugel am Kopf getroffen und erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Khaled und Abdallah, Teil der Gruppe und Brüder der beiden Opfer, versuchten die beiden Frauen noch mit erster Hilfeleistung in Form von Herz-Lungen-Belebung einen Atem- und Kreislaufstillstand zu retten und damit den unmittelbar drohenden Tod abzuwenden, jedoch vergeblich.

Die beiden Schwestern waren nicht die einzigen Opfer des Freundeskreises: Ein Mann namens Ludovic Boumbas opferte sogar sein eigenes Leben, um das einer Frau in dem Café zu retten. Er warf sich heldenhaft vor Chloe Clement und fing so die Kugeln ab, die sonst sicher ihr Leben gekostet haben dürften. "Sie fühlt sich schuldig, weil Ludovic für sie gestorben ist. Sie hat seinen Namen immer und immer wieder wiederholt", erklärt der 27-jährige Virgile Grunberg, Manager des nahegelegenen Café des Anges, der die unter Schock stehende Frau später in einem Krankenhaus von Paris besuchte.

Insgesamt 19 Menschen starben bei und nach der Attacke auf das La Belle Equipe in Paris – viele davon zählten zu der Clique, die an diesem Abend einfach einen Geburtstag feiern wollte und nichts Böses ahnte. Andere waren Angestellte des Café des Anges und La Belle Equipe.

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