Esa spielt Asteroideneinschlag-Szenario durch

Kinofilme spielen öfters mit dem Szenario eines Asteroideneinschlages auf unserem Planeten. Doch was ist, wenn das Realität wird? Die europäische Raumfahrtagentur Esa lässt uns derzeit daran teilhaben, wie sie im Falle dieser Bedrohung zusammen mit den Behörden vorgehen würde.

Asteroiden können für unseren Planeten eine Gefahr darstellen. (Symbolbild: Getty Images)

Der Asteroid, der diesen Testlauf ins Leben gerufen hat, hört auf den Namen 2019PDC. Nach Berechnungen des International Asteroid Warning Network (IAWN), das dauerhaft jene Asteroiden beobachtet, die sich in der Nähe unserer Erde befinden, wird 2019PDC am 29. April 2027 knapp an der Erde vorbeischrammen oder sie womöglich treffen.

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Die Folgen eines Einschlages, dem Experten derzeit eine einprozentige Wahrscheinlichkeit geben, könnten fatal sein, da der Asteroid Schätzungen zufolge zwischen 100 und 300 Meter groß sein könnte. Rüdiger Jehn von der Esa sagte dem “Stern”: “Ein Prozent mag sich nicht nach allzu viel anhören, aber wenn man berücksichtigt, welchen Schaden ein Asteroid dieser Größe anrichten könnte, dann wäre das etwas, was wir sehr, sehr ernst nehmen müssen.”

Katastrophenübung mit Weltraumbezug

Die ESA hat nun auf Basis dieses Szenarios eine Echtzeit-Simulation gestartet. Und sie tut das via Twitter und Blog, sodass wir alle daran teilhaben können. Auch die amerikanische Nasa informiert Interessierte. Die Esa will damit zeigen, wie die Experten in solch einem Falle vorgehen und wie wir alle darüber auf dem Laufenden gehalten würden.

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Es ist sozusagen eine Katastrophenübung, wie sie Feuerwehr oder Krankenhäuser regelmäßig durchführen – nur eben bezüglich eines Themas, das uns alle betreffen würde. Involviert ist deshalb auch die US-Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe (Fema). Im Mai wird 2019PDC die größte Erdnähe erreichen, dann verschwindet er wieder, um Berechnungen zufolge unserem Planeten erst 2027 wieder nah zu kommen. Wie nahe, wird sich dann zeigen.

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