ESC 2017: Die Songs und Kandidaten aus Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland und Polen

Fusedmarc ist die Band, die für Litauen beim ESC antritt. (Bild: WENN.com)

Sie singen wieder! Am 13. Mai kämpfen 26 europäische Länder um die „Eurovision Songcontest“-Krone. Gastgeber ist in diesem Jahr die ukrainische Hauptstadt Kiew. Die Künstler des diesjährigen Wettbewerbs versprechen wieder einige musikalische Highlights und vielseitige Bühnenperformances. Auch die fünf Kandidaten Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland und Polen sind schon heiß auf den Titel. Welche Künstler die Länder ins Rennen schicken, zeigen wir hier.

Estland beim ESC 2017: Koit Toome & Laura mit „Verona“

Diese ESC-Vorstellungsrunde beginnt direkt hochdramatisch. Mit dem Song-Contest-Beitrag dieser beiden Kandidaten: Koit Toome & Laura inszenieren in ihrem Song „Verona“ eine tragische Liebesgeschichte, die an das traurige Ende von Romeo und Julia erinnert. Auch wenn Koit Toome und Laura kein Paar sind, harmonieren sie zumindest stimmlich ausgesprochen gut. Dabei hat sich das Duo erst eigens für den diesjährigen Songcontest formiert. Denn die Sänger wagten sich bereits in den vergangenen Jahren erfolglos als Solokünstler für Estland auf die ESC-Bühne. In ihrer Heimat sind sie bereits erfolgreiche Sänger und arbeiteten unabhängig voneinander mit Song-Schreiber Sven Löhmus zusammen, der ihnen jetzt auch den Titel für Kiew schrieb: „Verona“, ein etwas nach Pop-Schlager klingender Song über eine hoffnungslose Liebe – für Estland die Hoffnung auf den Sieg beim ESC.

Lettland beim ESC 2017: Justus mit „Heartbeat“

Mit gerade einmal 21 Jahren möchte der charmante Sänger Justus Sirmais das ESC-Publikum von sich überzeugen. Auch wenn der Newcomer bereits erste Erfahrungen in einigen Bandprojekten und als Mitglied der Gruppe Gacho sammeln konnte, ist der ESC-Beitrag „Heartbeat“ seine erste offizielle Veröffentlichung. In Estland war man sich beim nationalen Vorentscheid trotz einer großen Bandbreite vielversprechender Künstler ziemlich schnell sicher: Der schöne Lette Justus, mit seiner kraftvollen Stimme und der coolen Elektro-Nummer „Heartbeat“ ist nicht nur ein neuer Stern am Pop-Himmel, er könnte auch viele Punkte für Lettland holen.

Litauen beim ESC 2017: Fusedmarc mit „Rain Of Revolution“

Bei dieser Band hört das Auge mit! Die dreiköpfige Formation Fusedmarc setzt bei ihrem Auftritt nicht nur auf akustische, sondern auch auf visuelle Effekte. Beides fügt sich zu einem musikalischen Gesamtkonzept zusammen. Dennoch lässt sich der epische Titel „Rain Of Revolution“ stilistisch nicht klar einordnen, sondern ist wohl irgendwo zwischen Elektropop und Alternative-R’n’B anzusiedeln. Die Band selbst beschreibt ihre Auftritte als „einzigartiges audiovisuelles Erlebnis, eine kompromisslose Kombination verschiedener Genre, fetter Arrangements, unvorhersehbarer gesanglicher Explosionen und konzeptueller Video-Installationen“. Entsprechend laut, bunt und überraschend wird wohl auch ihr Beitrag in Kiew. Bleibt zu hoffen, dass sich die Zuschauer am 13. Mai von all den musikalischen und visuellen Reizen nicht erschlagen fühlen.

Weißrussland beim ESC 2017: Naviband mit „Hey! Hey!“

Mit diesen beiden Kandidaten wagt Russland ein kleines Experiment. Zum ersten Mal in seiner Geschichte des ESC, will der osteuropäische Staat mit seiner Landessprache überzeugen. Hoffnungsträger sind die zwei sympathischen Folk-Sänger Ksienija und Arciom, die seit 2013 erfolgreich als Naviband auftreten. Auch wenn der Großteil der europäischen Zuschauer den Text nicht verstehen dürfte, kann spätestens beim Refrain ihres fröhlichen Titels „Hey! Hey!“ jeder mitsingen. Entsprechend positiv ist auch die Message des Songs. In dem Lied singen Naviband von dem Glauben an das Gute, die Freude am Leben und ein glückliches Miteinander. Von der internationalen Fangemeinde gibt es dafür bereits Lob: „Endlich mal wieder ein Lied, das die Kultur des Landes widerspiegelt“ heißt es aus ESC-Kreisen.

Polen beim ESC 2017: Kasia Moś mit „Flashlights“

Uneinig hingegen sind sich die Fans bei dieser jungen Frau: Die schöne Polin Kasia Moś spaltet die ESC-Gemeinde wie kaum eine andere: Die einen sehen ihren Titel „Flashlights“ bereits in der Endrunde, einige kürten ihn sogar schon zum Siegersong. Andere hingegen finden das Stück schlichtweg langweilig. Worauf man sich aber definitiv einigen kann: Kasia hat eine außerordentliche Stimme, sieht gut aus und ist ehrgeizig genug, um beim großen Finale in Kiew alles aus ihrem Auftritt herauszuholen. Nackt, wie in ihrem Video, wird sie auf der Bühne in Kiew dennoch nicht erscheinen. Auch wenn die gebürtige Polin mit Freizügigkeit kein Problem hat: Kurz vor ihrer Teilnahme ließ sich die Sängerin für den Playboy ablichten. Doch Kasia kann mehr, als nur gut aussehen: Die Songs ihres ersten und letzten Albums „Inspiration“, welches 2015 erschien, hat sie größtenteils selbst geschrieben. Für ihre düstere Pop-Ballade holte sie sich jedoch Hilfe von dem britisch-schwedischen Komponistenteam Pete Barringer und Rickard Bonde.Merken

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen