Eskalation in Caracas: Zwölf Tote nach Unruhen in Venezuela

Das Chaos wird täglich größer im Land mit den größten Ölreserven.

Der Machtkampf in Venezuela fordert immer mehr Opfer: Bei nächtlichen Unruhen und Plünderungen sind in der Hauptstadt Caracas zwölf Menschen getötet worden. Das bestätigte die Generalstaatsanwalt am Freitag. Sechs Menschen seien verletzt worden. Besonders im Viertel El Valle kam es zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, Demonstranten legten Feuer, es bot sich ein Bild der Verwüstung. Die meisten Opfer sollen durch Stromschläge getötet worden sei, als sie in einer Bäckerei einen Kühlschrank stehlen wollten, andere starben durch Schüsse. Ein Kinderkrankenhaus musste wegen des massiven Einsatzes von Tränengas evakuiert werden.

Demonstranten fordern Neuwahlen

Zuvor waren bei den Protesten bereits neun Menschen gestorben. Seit der zeitweisen Entmachtung des Parlaments erlebt das Land mit den größten Ölreserven die heftigste Protestwelle seit 2014 - damals starben 43 Menschen. Die Demonstranten fordern Neuwahlen und die Absetzung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, dem sie die Vorbereitung einer Diktatur vorwerfen. Er hatte angekündigt, 500 000 Milizionäre als Antwort auf die Proteste mit Gewehren zu bewaffnen. Das Militär wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Die Opposition rief das Militär zum Bruch mit Maduro auf. „Gehen Sie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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