Essen: "Blockbuster"-Bombe entschärft - Evakuierung von 11.000 Menschen

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Fundort der "Blockbuster"-Luftmine: Wegen der Entschärfung mussten in Essen etwa 11.000 Menschen evakuiert werden (Bild: Markus Gayk/dpa)

Wegen der Entschärfung einer britischen Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Mittwoch in Essen mehr als 11.000 Menschen evakuiert werden.

Der am Dienstag entdeckte "Blockbuster"-Bombe enthält etwa 840 Kilogramm Sprengstoff und ist der bisher größte in Essen gefundene Blindgänger, wie eine Stadtsprecherin der "WAZ" sagte. Darum wurde ein Umkreis von 1000 Metern um den Fundort in Essen-Stoppenberg geräumt. Zusätzlich mussten sich 27.000 Menschen im weiteren Umkreis luftschutzmäßig verhalten.

Sirenen riefen zur Evakuierung auf

Um 8:30 Uhr begann die Evakuierung der Pflegeeinrichtungen in der Gefahrenzone, ab 10:30 Uhr mussten auch die anderen Anwohner ihre Häuser verlassen. Darauf machten ab 10:50 auch Sirenen aufmerksam. Bei der Räumung sind 700 Einsatzkräfte aktiv.

Der zuständige Bombenentschärfer Frank Stommel habe es in 30 Jahren im Beruf noch nicht mit einer Luftmine zu tun gehabt, wie er der "WAZ" sagte. Die Zünder entsprächen aber gewöhnlichen Fliegerbomben und seien anders als etwa Langzeitzünder nicht besonders schwierig.

Entschärfung begann erst am Abend

Aufgrund einiger Verzögerungen konnte die Entschärfung erst am Abend beginnen. Zuerst waren bei der Evakuierung zahlreiche Krankentransporte nötig, die viel Zeit brauchten. Dann gab es auch noch Störungen an den Sperrstellen: Bürger zeigten "Unverständnis" und versuchten, die Sperren zu überwinden, teilte die Stadt "WAZ" mit. 

Erst gegen 20 Uhr stieg der Sprengmeister zu der Mine in die Grube. Etwa eineinhalb Stunden später meldete die Stadt die erfolgreiche Entschärfung.

Luftminen wurden im Weltkrieg gegen ungepanzerte Ziele eingesetzt und richteten großflächige Verwüstungen in Städten an.

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