ETA übergibt französischer Polizei Liste mit Waffenlagern in Südwestfrankreich

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat der französischen Polizei eine Liste mit den Verstecken ihrer Waffendepots im Südwesten Frankreichs ausgehändigt. An acht Orten sollen mehr als 120 Feuerwaffen, 3 Tonnen Sprengstoff und Munition lagern.

Dies teilte die Kommission internationaler Experten (Comité Internacional de Verificación (CIV)) mit, die die im März angekündigte Entwaffnung der ETA überwachen sollte.

Ram Manikkalingham, Präsident der Kommission erklärte:

“Die Kommission vertraut auf die Unterstützung aller entscheidenen Akteure, diese historische Schritt wird helfen, Frieden und Zusammenleben in der baskischen Gesellschaft zu festigen.”

Die organisierte Übergabe der Waffen soll im französischen Bayonne, im französischen Teil des Baskenlandes, stattfinden. Trotz der Ankündigung eines Waffenstillstands im Jahr 2011 will sich die ETA vorerst nicht auflösen. Die spanische Zentralregierung zeigt sich nach wie vor skeptisch und fordert die Auflösung der Gruppe: “Sie müssen sich entwaffnen und sich auflösen. Das werden sie tun müssen, und sie werden nichts vom spanischen Staat bekommen, der über die Unterstützung aller Demokraten verfügt.”

Seit 1968 hatte die ETA, kurz für “Euskadi Ta Askatasuna” (“Baskenland und Freiheit”) mit blutigen Anschlägen versucht, eine Abspaltung des Baskenlandes von Spanien zu erzwingen.

Insgesamt hat die ETA in ihrer fast 50-jährigen Geschichte 4000 Terroranschläge verübt, sie töteten mehr als 830 Menschen und verletzten 2300.

Basque terrorist group Eta to hand over weapons https://t.co/VHufwMEvWI pic.twitter.com/fuvsLxImRX— The Local Spain (@TheLocalSpain) 7 avril 2017

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