EU: Arkansas soll Leben von sieben Todeskandidaten schonen

Die Europäische Union hat den US-Bundesstaat Arkansas aufgerufen, das Leben von sieben Gefangenen zu schonen, denen in den kommenden Tagen die Hinrichtung droht. In einer Erklärung vom Mittwoch heißt es, die für die Zeit vom 17. bis zum 27. April geplanten Hinrichtungen wären ein Bruch des faktisch seit November 2005 bestehenden Todesstrafenmoratoriums in Arkansas. Es wäre auch das erste Mal seit 1977, dass binnen elf Tagen sieben Menschen hingerichtet würden.

Die EU lehne die Todesstrafe unter allen Umständen ab, heißt es weiter in dem Text. Sie schrecke nicht ab und leugne die menschliche Würde. Der Gouverneur von Arkansas sei aufgefordert, das Strafmaß herabzusetzen. Das gelte auch für einen achten Todeskandidaten. In seinem Fall hatte ein Bundesrichter vergangene Woche entschieden, die geplante Hinrichtung auszusetzen. Der Richter stützte sich dabei auf eine Stellungnahme des Begnadigungsausschusses.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, will die Hinrichtungen noch in diesem Monat über die Bühne bringen, weil das Haltbarkeitsdatum eines der bei Exekutionen verwendeten Medikamente Ende April abläuft. Nach dem 30. April kann der Bundesstaat vorerst keine Hinrichtungen mehr vornehmen.

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