EU-Außenministertreffen: EU bleibt bei Nordirland hartnäckig

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Die Kontroverse über die Absage Australiens bezüglich des milliardenschweren U-Boot-Vertrags mit Frankreich zugunsten eines Kontrakts mit den USA und Großbritannien geht weiter.

Bei dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel war das Thema auf der Tagesordnung - obwohl es normalerweise nicht in den Zuständigkeitsbereich fällt.

"Es gab wohl Mitgefühl für einen unserer Kollegen, der sich so sehr diesem speziellen Thema widmen musste", erklärt Thomas Byrne, irischer Minister für EU-Angelegenheiten. "Es ist nicht einfach. Wir sehen, wie traditionelle Allianzen gewissermaßen auseinandergerissen oder definitiv grundlegend verändert werden. Das haben wir beim Brexit gesehen, das sehen wir vielleicht auch hier. Ich glaube, der allgemeine Konsens hier am Tisch war, dass es sicherlich weiterer Diskussionen auf europäischer Ebene bedarf."

Im Mittelpunkt des Ministertreffens standen die Zusammenarbeit bezüglich Corona sowie Fragen rund um den Brexit und Nordirland.

Großbritannien will den Teil des Abkommens streichen, der die Grenze zwischen Nordirland und Irland offen hält. Die EU machte deutlich, nicht nachgeben zu wollen.

Die Lösungen, die wir anstreben, werden sich im Rahmen des Protokolls zu Irland und Nordirland bewegen. Wir sind absolut davon überzeugt, dass das Protokoll die beste Lösung ist, die wir zusammen mit Großbritannien erarbeitet haben, um sich mit dieser einmaligen Situation auf der irischen Insel zu befassen. Denn es bedeutet Stabilität, Sicherheit und Vorhersehbarkeit.

Maros Sefčovič
Vizepräsident der Europäischen Kommission

Brüssel warnt Großbritannien außerdem, dass die Verlängerung der Grenzkontrollen für bestimmte Waren nicht ewig dauern kann.

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