EU-Austritt Londons ist offiziell

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist offiziell.

Der britische Botschafter Tim Barrow übergab dem Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk, ein entsprechendes Schreiben.

Vor neun Monaten hatten sich die Briten in einem Referendum mehrheitlich gegen die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union ausgesprochen.

“Weder in Brüssel noch in London gibt es einen Grund, diesen Tag als einen glücklichen zu bezeichnen”, so Tusk. “Paradoxerweise enthält der Brexit auch etwas Positives. Der Brexit hat zu mehr Entschiedenheit und zu mehr Geschlossenheit der Gemeinschaft der 27 geführt. Heute kann ich sagen, dass wir auch in Zukunft entschlossen und geeint bleiben werden, auch während der schwierigen Verhandlungen, die vor uns liegen.”

Der Lissabon-Vertrag, der die rechtliche Grundlage der EU bildet, sieht für die Austrittsverhandlungen zwei Jahre vor. Im März 2019 endet voraussichtlich die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens.

Die Europaabgeordneten der europaskeptischen britischen Partei UKIP feierten das Ereignis in einem Pub in unmittelbarer Nähe der EU-Kommission in Brüssel. “Die Botschaft für Europa ist: Großbritannien macht den Anfang und die anderen folgen”, sagt David Coburn. “Ich hoffe, dass es zum Frexit kommt, vielleicht bekommt das Frau Le Pen in Frankreich hin. Das französische Establishment macht sich allmählich Sorgen darüber, was im Land vorsichgeht.”

Die Gemeinschaft der 27 will ihre Verhandlungspositionen bei einem Sondergipfeltreffen Ende April festlegen.

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