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EU einigt sich auf weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen

Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten haben sich auf ein weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen geeinigt. Demnach soll der Füllstoff Amalgam ab 2025 nicht mehr bei Zahnbehandlungen genutzt werden dürfen. (Ozan KOSE)
Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten haben sich auf ein weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen geeinigt. Demnach soll der Füllstoff Amalgam ab 2025 nicht mehr bei Zahnbehandlungen genutzt werden dürfen. (Ozan KOSE)

Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Staaten haben sich auf ein weitgehendes Verbot von Quecksilber in Zahnfüllungen geeinigt. Demnach soll der Füllstoff Amalgam ab 2025 nicht mehr bei Zahnbehandlungen genutzt werden dürfen, wie das Parlament am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, ein quecksilberfreies Europa zu schaffen und Bürger und Umwelt vor dem giftigen Stoff zu schützen.

Trotz möglicher Alternativen werden laut Europaparlament jährlich noch 40 Tonnen Quecksilber für die Herstellung von Zahnamalgam genutzt. Verboten sei es bisher nur bei der Behandlung von Kindern unter 15 Jahren und Schwangeren oder Stillenden.

Ab kommendem Jahr dann soll das weitreichende Verbot gelten. Mitgliedstaaten, die mehr Zeit für die Anpassung ihres nationalen Gesundheitssystems benötigen, werde eine begrenzte und befristete Ausnahmeregelung bis zum 30. Juni 2026 für die Verwendung, Herstellung und Einfuhr von Amalgam gewährt. Ausnahmen gebe es zudem, wenn ein Arzt die Behandlung mit dem quecksilberhaltigen Stoff für "unbedingt erforderlich hält", erklärte der Rat der Europäischen Union.

Darüber hinaus verständigten sich die Unterhändler darauf, die Herstellung, Einfuhr und den Export sechs quecksilberhaltiger Lampen ab Ende 2025 beziehungsweise Mitte 2026 zu verbieten.

In beiden Fällen braucht es nun noch die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des Parlaments.

mb/jm