EU-Jubiläumsgipfel zur Feier der Römischen Verträge vor 60 Jahren begonnen

Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat, EU-Ratspräsident Donald Tusk, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni posieren für die Fotografen vor Beginn des EU-Sondergipfels in Rom

In Rom hat am Samstag der EU-Jubiläumsgipfel zur Feier der Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren begonnen. "Es wird auch einen 100. Geburtstag der EU geben", sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei seiner Ankunft. Begrüßt wurden die Staats- und Regierungschefs der verbliebenen 27 EU-Länder von dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni.

Nicht in Rom anwesend war die britische Premierministerin Theresa May, deren Land im vergangenen Jahr per Referendum für den Brexit gestimmt hatte. In der kommenden Woche will die britische Regierung offiziell den Austritt aus der EU beantragen. In einer gemeinsamen Gipfelerklärung wollen die 27 Länder laut Entwurf am Samstag die Einheit der EU betonen. "Europa ist unsere gemeinsame Zukunft", heißt es demnach darin.

Im Zentrum der italienischen Hauptstadt wurden am Samstag rund 30.000 Demonstranten - sowohl für als auch gegen die EU - erwartet. Die Polizei war mit tausenden Beamten im Einsatz. Papst Franziskus hatte die EU im Vorfeld des Sondergipfels zur Rückbesinnung auf ihre Grundprinzipien aufgefordert. Die EU drohe zu "sterben", falls sie keine neue Vision entwickle, die auf dem Ideal der Solidarität beruhe, sagte er am Freitag.

Die Römischen Verträge von 1957 legten den Grundstein für die heutige EU. Zu den Unterzeichnerstaaten gehörten damals Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten.

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