EU-Kommission bestätigt Millionen-Bußgeld gegen Luftfrachtkartell

Wegen Preisabsprachen bei Frachtflügen hat die EU-Kommission das von ihr verhängte Millionen-Bußgeld gegen elf Fluggesellschaften bestätigt. Ein im Dezember 2015 vom Gericht der Europäischen Union (EuG) beanstandeter Verfahrensfehler sei nun "korrigiert" worden, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Das Gericht hatte die im November 2010 verhängten Bußgeldzahlungen in Höhe von insgesamt 776 Millionen Euro zunächst aufgehoben.

Zahlreiche Fluggesellschaften hatten zwischen Dezember 1999 und Februar 2006 ihr Vorgehen bei Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen abgesprochen, darunter Air France-KLM und British Airways. Das Kartell flog auf, weil die daran über ihre Töchter Cargo und Swiss beteiligte Lufthansa bei der EU-Kommission als Kronzeugin auftrat. Geschädigt durch die Absprachen sieht sich unter anderem die Deutsche Bahn.

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