EU-Kommission erwartet nur noch 0,1 Prozent Wachstum in Deutschland

Die EU-Kommission erwartet in diesem Jahr nur noch 0,1 Prozent Wachstum in Deutschland. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Februar vorhergesagt, wie aus der am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Frühjahrs-Konjunkturprognose hervorgeht. (RONNY HARTMANN)
Die EU-Kommission erwartet in diesem Jahr nur noch 0,1 Prozent Wachstum in Deutschland. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Februar vorhergesagt, wie aus der am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Frühjahrs-Konjunkturprognose hervorgeht. (RONNY HARTMANN)

Die EU-Kommission erwartet in diesem Jahr nur noch 0,1 Prozent Wachstum in Deutschland. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Februar vorhergesagt, wie aus der am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Frühjahrskonjunkturprognose hervorgeht. Damit gehört Deutschland weiter zu den Schlusslichtern im Euroraum, vor Finnland (Nullwachstum) und hinter Österreich (0,3 Prozent).

Für die gesamte Eurozone rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr unverändert mit 0,8 Prozent Wachstum. Verbraucherinnen und Verbraucher können auf Entlastung hoffen: Die Inflation soll sich weiter abschwächen, in den Euro-Ländern auf 2,5 Prozent.

Die EU-Kommission senkte die Konjunkturaussichten für die Bundesrepublik bereits zum dritten Mal in Folge ab. Im November hatte sie für 2024 noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,8 Prozent prognostiziert, im Februar 0,3 Prozent und nun nur noch 0,1 Prozent. Sie ist zudem pessimistischer als die Bundesregierung, die für das laufende Jahr mit einem BIP von 0,3 Prozent rechnet.

Am Nachmittag stellen die sogenannten Wirtschaftsweisen in Berlin ihre aktualisierte Konjunkturprognose für 2024 und 2025 vor. Medienberichten zufolge rechnet der Sachverständigenrat nur noch mit 0,2 Prozent Wachstum in Deutschland im laufenden Jahr, nach 0,7 Prozent im Herbst.

In den 20 Euro-Ländern wird das Wachstum der EU-Kommission zufolge vor allem "von einer stetigen Ausweitung des privaten Konsums angetrieben". Grund seien die wachsenden Reallöhne und die gute Beschäftigungslage. Größte Risiken sind demnach weiter die "geopolitischen Spannungen", vor allem die Kriege in der Ukraine und in Nahost.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres war das BIP im Euroraum um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg bestätigte. In Deutschland wuchs die Wirtschaft demnach leicht um 0,2 Prozent.

lob/pe