EU-Kommission will Frauenanteil in ihrer eigenen Führungsetage auf 40 Prozent erhöhen

Die EU-Kommission will den Anteil von Frauen in ihrer eigenen Führungsetage bis November 2019 auf 40 Prozent erhöhen. Dienste der EU-Behörde können daher künftig dazu aufgefordert werden, "geeignete weibliche Kandidaten zu finden, bevor sie eine Stelle besetzen", erklärte die Kommission am Mittwoch. Derzeit sind 55 Prozent der bei der Kommission Beschäftigten Frauen, aber nur 35 Prozent in Führungspositionen.

Neben Frauen will die Kommission auch Bedienstete mit Behinderungen, sowie lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Bedienstete stärker fördern und Akzeptanz für sie schaffen. Neben Sensibilisierungskampagnen sind "auf diese Zielgruppe ausgerichtete Fortbildungen für Führungskräfte und Mitarbeiter" geplant.

"Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung und Akzeptanz erfahren, und zwar unabhängig vom Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderungen, erklärte der für Personal und Haushalt uständige EU-Kommissar Günther Oettinger.

Der CDU-Politiker hatte sich im vergangenen Jahr mit umstrittenen Äußerungen über Chinesen, Homosexuelle und Frauen bei einer Rede in Hamburg in die Kritik gebracht. Später entschuldigte sich der 63-Jährige dafür.

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