EU ruft Israel nach Zusammenstößen in Ost-Jerusalem zu Deeskalation auf

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Schwere Zusammenstöße in Ost-Jerusalem

Die EU hat nach den schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der Polizei in Jerusalem die israelischen Behörden zur Deeskalation aufgefordert. "Gewalt und Aufwiegelung sind inakzeptabel und die Täter auf allen Seiten müssen zur Rechenschaft gezogen werden", erklärte ein Sprecher am Samstag. "Die Europäische Union ruft die Behörden auf, dringend zu handeln, um die aktuellen Spannungen in Jerusalem zu deeskalieren."

Ost-Jerusalem und der Tempelberg waren am Freitag von den schwersten Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei seit Jahren erschüttert worden. Vor der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg attackierten Gläubige die Sicherheitskräfte mit Steinen, während die Polizei Gummigeschosse und Blendgranaten auf die Angreifer abfeuerte. Mehr als 180 Menschen wurden verletzt - der Großteil von ihnen Palästinenser.

Am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan hatten sich tausende Gläubige auf dem Tempelberg zum Gebet versammelt. Nach Angaben der israelischen Polizei wurden die Beamten anschließend von "hunderten Randalierern" mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Derzeit gibt es unter anderem wegen drohender Zwangsräumungen für palästinensische Familien im von Israel annektierten Ost-Jerusalem massive Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern. Seit einigen Tagen kommt es deswegen täglich zu teils gewaltsamen Protesten.

noe/mid

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