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EU will enger mit Indopazifik-Raum kooperieren

Die Europäische Union berät am Freitag mit asiatischen Ländern über eine verstärkte Zusammenarbeit. Unter anderem steht ein Treffen mit den Asean-Staaten auf dem Programm. (TANG CHHIN SOTHY)
Die Europäische Union berät am Freitag mit asiatischen Ländern über eine verstärkte Zusammenarbeit. Unter anderem steht ein Treffen mit den Asean-Staaten auf dem Programm. (TANG CHHIN SOTHY)

Die Europäische Union will die Zusammenarbeit mit dem Indopazifik-Raum verstärken. Die Region zeichne sich durch ihre "wirtschaftliche Vitalität und strategische Bedeutung" aus, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Freitag in Brüssel beim dritten EU-Indopazifik-Forum. Die EU wolle die Kooperation insbesondere beim Handel und beim Klimaschutz intensivieren, aber auch in Sicherheitsfragen.

Die Länder im Indopazifik stünden für die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung, betonte Borrell. Nötig sei eine "gemeinsame Widerstandsfähigkeit in dieser unruhigen Welt", sagte der Spanier mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Zu der Konferenz in Brüssel sind Vertreter von Ostafrika über Indien bis Asien eingeladen.

Außen-Staatsminister Tobias Lindner (Grüne) nannte den Indopazifik-Raum "für Europa eine Schlüsselregion - sicherheitspolitisch, wirtschaftspolitisch und beim Kampf gegen den Klimawandel". Es gehe um sicherer Seewege, den Schutz vor Cyberangriffen und den Übergang zu einer "grünen" Wirtschaft.

Lindner vertritt Deutschland ab dem Nachmittag auch bei einem EU-Treffen mit Vertretern der Asean-Staaten. Zum Asean-Verbund gehören zehn Länder Südostasiens, darunter Indonesien, die Philippinen und Malaysia.

Die Bundesregierung macht sich für den Ausbau europäischer Freihandelsabkommen stark. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte Südostasien zu Jahresbeginn besucht. Der EU-Außenbeauftragte Borrell verwies auf das kürzlich geschlossene EU-Freihandelsabkommen mit Neuseeland und die Wirtschaftspartnerschaft. Weitere Abkommen unter anderem mit Indonesien, Australien und Südafrika sind in Arbeit.

lob/lt