EuGH urteilt über abgeleitetes Aufenthaltsrecht für Eltern von EU-Bürgern

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Mittwoch (09.30 Uhr) in Luxemburg über das abgeleitete Aufenthaltsrecht für drittstaatsangehörige Eltern junger EU-Bürger. Es geht um einen Fall aus den Niederlanden. Eine aus Ghana stammende Frau durfte sich dort aufhalten, weil ihr minderjähriger Sohn die niederländische Staatsangehörigkeit hat. Ein Jahr vor seinem 18. Geburtstag beantragte sie eine langfristige Aufenthaltsberechtigung. (Az. C-624/20)

Ihr Antrag wurde aber abgelehnt, weil ihre Zeit in den Niederlanden nur vorübergehend sei, solange der Sohn minderjährig sei. Dagegen klagte sie. Das Bezirksgericht in Den Haag will vom EuGH wissen, ob das abgeleitete Aufenthaltsrecht ausschließlich vorübergehend ist.

smb/cfm