EuGH urteilt zu gesundheitlichen Problemen als Abschiebehindernis

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Dienstag (09.30 Uhr) über die Abschiebung von schwer kranken Menschen aus Drittstaaten, die im Herkunftsland nicht behandelt werden können. Konkret geht es um einen in den Niederlanden lebenden krebskranken Russen. In den Niederlanden werden seine Schmerzen mit medizinischem Cannabis behandelt, das in Russland nicht erhältlich ist. (Az. C-69/21)

Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Vor einem niederländischen Gericht klagt der Mann darauf, dass seine Abschiebung ausgesetzt wird. Das niederländische Gericht gab an, dass medizinisches Cannabis den Ärzten zufolge die einzige geeignete Schmerztherapie sei. Es bat den EuGH um die Auslegung der EU-Grundrechtecharta.

smb/cfm