Ex-Innensenator: Frank Henkel - Das Ende einer politischen Karriere

Der CDU-Landesvorstand verwehrt dem ehemaligen Parteivorsitzenden und Innensenator Frank Henkel den sicheren Einzug in den Bundestag.

Die Führungsspitze der Berliner CDU hat ihrem ehemaligen Chef Frank Henkel einen schweren Dämpfer versetzt, manche sprechen auch von einem Dolchstoß. Der Landesvorstand verweigerte dem 53-Jährigen einen Platz auf der Landesliste der Partei für die Bundestagswahl und stellte ihn damit ins politische Abseits – den Mann, der die einst völlig zerstrittene Union geeint und als Spitzenkandidat 2011 nach einem überraschenden Wahlerfolg in die Landesregierung gebracht hat.

Der aber auch das Gesicht ihrer verheerenden Wahlniederlage im vergangenen September war. Innerhalb von sechs Monaten vom Innensenator, Bürgermeister, Parteichef und einstimmig nominierten Spitzenkandidaten zum Hinterbänkler im Abgeordnetenhaus. Das ist ein Karriereknick, der die Stadtgesellschaft über die CDU hinaus beschäftigt. Viele nennen die Entscheidung konsequent und notwendig, andere finden sie undankbar und schäbig.

Deutliches Signal der Erneuerung ausgesendet

Die Parteispitze habe es sich mit ihrer Entscheidung nicht leicht gemacht und lange gerungen, das wurde in den vergangenen Tagen allenthalben betont. Es habe im Landesvorstand mehrere Befürworter des Vorschlags gegeben, Henkel auf einem vorderen Listenplatz abzusichern. Doch diejenigen, die ein deutliches Signal der Erneuerung aussenden wollten, behielten die Oberhand. Eine zentrale Rolle spielte dabei offenbar die Landesvorsitzende Monika Grütters. Sie soll die Vorstandsmitglieder am Dienstagabend eindringlich gefragt haben, welches...

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