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Ex-Kommandeur von Bundeswehreliteverband KSK wegen Munitionsaffäre vor Gericht

Der ehemalige Kommandeur des Bundeswehrverbands Kommando Spezialkräfte (KSK), Markus Kreitmayr, muss sich wegen der sogenannten Munitionsaffäre vor dem Landgericht Tübingen verantworten. Er soll Straftaten von Soldaten nicht gemeldet haben. (Odd ANDERSEN)
Der ehemalige Kommandeur des Bundeswehrverbands Kommando Spezialkräfte (KSK), Markus Kreitmayr, muss sich wegen der sogenannten Munitionsaffäre vor dem Landgericht Tübingen verantworten. Er soll Straftaten von Soldaten nicht gemeldet haben. (Odd ANDERSEN)

Der ehemalige Kommandeur des Bundeswehrverbands Kommando Spezialkräfte (KSK), Markus Kreitmayr, muss sich wegen der sogenannten Munitionsaffäre ab Freitag (09.00 Uhr) vor dem Landgericht im baden-württembergischen Tübingen verantworten. Laut Anklage soll der Brigadegeneral Straftaten von ihm untergebenen Soldaten trotz gesetzlicher Pflichten nicht an Vorgesetzte und Strafverfolger gemeldet haben. Der Prozess sollte eigentlich bereits am Montag beginnen, der Auftakt wurde aber wegen der Verhinderung eines Prozessbeteiligten vertagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei dem Bundeswehreliteverband bei einer Inventur 2019 "erhebliche Fehlbestände" an Munition registriert. Kreitmayr soll entschieden haben, dass Soldaten anonym Munition zurückgeben konnten, die sie zuvor an sich genommen hatten. Gesetzliche Pflichten zur Meldung jedes Verdachts auf Straftaten soll er ignoriert haben. Die Affäre um die interne KSK-Amnestie sorgte seinerzeit für erhebliches Aufsehen.

bst/bro/cfm