Ex-Leibwächter beschwert sich: "Donald Trump schuldet mir noch Geld“

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Donald Trump (74) hat scheinbar noch Schulden bei einem ehemaligen Leibwächter. Satte 130 US-Dollar für eine McDonald’s Bestellung soll der Ex-US-Präsident bisher nicht zurückgezahlt haben.

Donald Trump ist ein Liebhaber von Fast Food. Hier zusehen 2018 beim Empfang der Clemson Tigers, dem Gewinnerteam im US-College Football, im Weißen Haus. (Bild:Reuters)
Donald Trump ist ein Liebhaber von Fast Food. Hier zusehen 2018 beim Empfang der Clemson Tigers, dem Gewinnerteam im US-College Football, im Weißen Haus. (Bild:Reuters)

Dass sich Milliardäre auch mal Geld leihen müssen, ist nicht ungewöhnlich, so auch Donald Trump. Normalerweise handelt sich beim ehemaligen US-Präsidenten und Immobilienmogul dabei jedoch um horrende Summen in dreistelliger Millionenhöhe, und seine Gläubiger sind international agierende Banken. Doch nun kam heraus, der 74-Jährige schuldet auch einem ehemaligen Mitarbeiter seit Jahren Geld – 130 US-Dollar, um genau zu sein.

Das jedenfalls sagte Kevin McKay der britischen Zeitung "Daily Mail“. Vor dessen Amtszeit als US-Präsident arbeitete McKay als Bodyguard für Donald Trump.

"Trump steht nicht zu seinem Wort"

"Er schuldet mir immer noch Geld für McDonald’s. Er hat gesagt, er zahlt es mir zurück, aber das hat er nie getan“, behauptete McKay gegenüber der Zeitung. Er sei schockiert, dass er das Geld nie zurückbekommen habe: "Er steht nicht zu seinem Wort".

Das Leihgeschäft, welches nun an die Öffentlichkeit kam, soll sich bereits im Jahr 2008 zugetragen haben. Trump befand sich damals in Schottland und stattete dort seinem Golfplatz in Balmedie einen Besuch ab. Vom Flughafen in Aberdeen sollte es nach der Stippvisite zurück nach New York gehen. Vor dem Start wollte Trump aber noch Proviant für den Flug besorgen lassen. Er bat McKay darum, an einem McDonald’s zu halten. 

Donald Trump ließ es sich 2012 nicht nehmen, auf seinem neueröffneten Golfplatz im schottischen Balmedie eine Runde zu spielen. (Bild: Getty Images)
Donald Trump ließ es sich 2012 nicht nehmen, auf seinem neueröffneten Golfplatz im schottischen Balmedie eine Runde zu spielen. (Bild: Getty Images)

"Wir waren in einem Konvoi aus sechs schwarzen Range Rovers unterwegs, in denen etwa 15 Männer in Anzügen saßen. Die Mitarbeiter haben etwas schockiert geguckt, als wir auf den Parkplatz fuhren“, erzählt McKay.

Nun tauchte allerdings ein kleines Problem auf, denn Trump hatte keine britische Währung bei sich. Er bat daher seinen Leibwächter McKay, das Geld zunächst auszulegen.

"Ich habe 'klar' gesagt und für alle bestellt – ungefähr 20 Cheeseburger mit Pommes und zehn oder 15 Coca-Colas. Herr Trump hat, glaube ich, zwei Cheeseburger mit Pommes und eine Cola light bestellt, das war sein Standard.“

Insgesamt musste McKay für die gesamte Bestellung 95 britische Pfund (umgerechnet 130 US-Dollar) vorschießen, aber Trump hätte ihm versichert: "Das bekommst du wieder“.

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An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein Milliardär wie Donald Trump 130 Dollar locker aus der Portokasse zahlen könnte, doch für McKay war dieser Betrag zu der damaligen Zeit jede Menge Geld. So verdiente er nach eigener Aussage als Trumps Leibwächter damals nur 2.700 US-Dollar pro Monat.

Sein Geld hat McKay bis heute, trotz Versprechen, von Trump nicht zurückbekommen. "Ich habe nie wieder was dazu gehört, ich hätte ihn nach dem Geld fragen sollen, aber ich habe es zu dem Zeitpunkt unter den Teppich gekehrt.“ Trump selbst habe das Thema ebenfalls nie wieder angesprochen.

Insgesamt arbeitete McKay von 2007 bis 2012 als Bodyguard für Trump. Er soll den Job deswegen bekommen haben, weil er zuvor auch schon Stars wie Britney Spears beschützt hatte.

Scheidung, Kündigung und Gefängnisstrafe

Nach fünf Jahren endete die Zusammenarbeit: McKay wurde als Angestellter ohne Begründung gefeuert. Schon ein Jahr zuvor, in 2011, ließen sich McKay und seine Frau scheiden. Gegenüber der "Daily Mail“ macht der Leibwächter seinen stressigen Job für Trump für das Ende seiner 23-jährigen Ehe verantwortlich.

2014 sollte es aber noch dicker kommen. Laut der britischen Zeitung wurde McKay wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, es soll sich dabei um eine Summe von 400.000 britischen Pfund gehandelt haben. Die fehlenden 130 US-Dollar von Trump dürften da keine große Rolle gespielt haben.

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