Ex-Manager von Olympus müssen wegen Bilanzskandals zahlen

Olympus-Spitzenmanager müssen zahlen

Mehr als sechs Jahre nach Auffliegen des Bilanzfälschungsskandals beim japanischen Elektronikkonzern Olympus sind sechs ehemalige Spitzenmanager zu hohen Entschädigungszahlungen verurteilt worden. Der ehemalige Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa und fünf weitere Männer müssen dem Unternehmen 58,8 Milliarden Yen (486 Millionen Euro) zahlen, wie ein Gericht in Tokio entschied. Olympus teilte am Freitag mit, einer der Männer sei zwar bereits gestorben, doch könne seine Familie zur Zahlung verpflichtet werden. Eine Berufung ist noch möglich.

Die Konzernführung von Olympus hatte im Herbst 2011 zugegeben, seit den 90er Jahren in den Bilanzen hohe Verluste von rund 1,3 Milliarden Euro verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf vier Firmenkäufe.

Den Skandal ins Rollen gebracht hatte der ehemalige Olympus-Chef Michael Woodford, der im Oktober 2011 überraschend entlassen worden war. Kikukawa und weitere Verantwortliche waren im Sommer 2013 zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden.

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