Ex-Minister de Maizière musste nach Amtsverlust das Einparken wieder lernen

Der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) fand nach dem Verlust seines Amtes nur langsam wieder in das normale Leben zurück und musste vor allem das Autofahren neu üben

Der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) fand nach dem Verlust seines Amtes nur langsam wieder ins normale Leben zurück und musste vor allem das Autofahren neu üben. "Ich bin ja viele Jahre nur mitgefahren", sagte er der "Bild am Sonntag". Er habe sich immer für einen guten Autofahrer gehalten. "Aber nach 13 Jahren ohne Übung hatte ich schon Probleme beim Einparken."

De Maizière musste im März 2018 überraschend den Posten des Innenministers räumen, weil die CSU in den Koalitionsverhandlungen das Ministerium für sich beansprucht hatte. Der Abschied von der Macht sei ihm sehr schwer gefallen, sagte der CDU-Politiker. "Es ist wie bei Spitzensportlern: Die können nicht von heute auf morgen aufhören, das würde ihr Körper nicht verkraften. Sie müssen langsam abtrainieren."

"Minister zu sein ist eine schöne und erfüllende Aufgabe, aber der Preis ist dennoch hoch", sagte de Maizière. "Ich hatte zwar mit all meinen Fahrern und Personenschützern großes Glück. Aber es ist trotzdem ein tiefer Eingriff ins Privatleben, wenn bei jedem Spaziergang, bei jeder Autofahrt mit der Ehefrau jemand dabei ist."