Ex-Schauspielerin Bardot wegen rassistischer Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt

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Archivfoto von Brigitte Bardot (AFP/ERIC FEFERBERG)

Wegen rassistischer Beleidigung hat ein Gericht die französische Ex-Schauspielerin Brigitte Bardot zu einer Strafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt. Ihr Pressesprecher muss 4000 Euro Strafe zahlen, wie ein Gericht in Saint-Denis auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean am Donnerstag mitteilte.

Die militante Tierschützerin hatte die Einwohner der Insel als "degenerierte Bevölkerung mit barbarischen Traditionen" bezeichnet. Die dort lebenden Menschen seien "Eingeborene, die die Gene der Wilden bewahrt haben", schrieb sie in einem Brief an den Präfekten im März 2019, mit dem sie gegen angebliche Tierquälerei auf La Réunion protestieren wollte. Ihr Pressesprecher Bruno Jacquelin hatte den Brief anschließend an mehrere Medien geschickt, auch an die Nachrichtenagentur AFP.

"Das sind Anklänge an den Kolonialismus", sagte Axel Vardin als Vertreter der Organisationen, die Bardot verklagt hatten, während der Verhandlung. Bardots Anwältin Catherine Moissonier verwies darauf, dass der Tierschutz Bardots Lebensaufgabe sei und der Tierschutz auf der Insel nicht gewährleistet sei. Die Staatsanwaltschaft hatte für Bardot eine Strafe in Höhe von 25.000 Euro gefordert.

Die Bemerkungen hatten damals für große Empörung gesorgt. "Rassismus ist keine Meinung, sondern eine Straftat", hatte die damalige Ministerin für Überseegebiete, Annick Girardin, erklärt. Mehrere Organisationen legten Klage ein. Bardot hatte später um Verzeihung gebeten und ihre Wut mit dem "tragischen Schicksal" der Tiere erklärt.

kol/yb

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