Ex-Sekretär des russischen Sicherheitsrats wird Putin-Berater für Schiffsbau

Nach der Regierungsumbildung in Russland ist der langjährige Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum Berater von Präsident Wladimir Putin ernannt worden. Nikolai Patruschew werde in seiner neuen Funktion für den Schiffsbau zuständig sein, teilte der Kreml am Dienstag mit. (NATALIA KOLESNIKOVA)
Nach der Regierungsumbildung in Russland ist der langjährige Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum Berater von Präsident Wladimir Putin ernannt worden. Nikolai Patruschew werde in seiner neuen Funktion für den Schiffsbau zuständig sein, teilte der Kreml am Dienstag mit. (NATALIA KOLESNIKOVA)

Nach der Regierungsumbildung in Russland ist der langjährige Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum Berater von Präsident Wladimir Putin ernannt worden. Nikolai Patruschew werde in seiner neuen Funktion für den Schiffsbau zuständig sein, teilte der Kreml am Dienstag mit. Patruschew, der 16 Jahre lang den einflussreichen Sicherheitsrat leitete, übernimmt damit einen Posten mit deutlich weniger Prestige.

Der 72-Jährige gilt seit Jahrzehnten als enger Vertrauter Putins. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte mit Blick auf Patruschews neue Aufgabe, dass der Schiffsbau ein "strategischer Sektor" sei und verwies auf die "enorme Erfahrung" des früheren Chefs des Geheimdienstes FSB.

Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine hatte Putin am Sonntag den seit 2012 amtierenden Verteidigungsminister Sergej Schoigu entlassen und ihn stattdessen zum Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates ernannt. Seine Nachfolge trat der Ökonom Andrej Beloussow an. Patruschews Sohn Dmitry, der bisher Landwirtschaftsminister war, wurde zum Vize-Regierungschef befördert.

Mit Blick auf Schoigus Postenwechsel betonte Peskow, von einer Degradierung könne keine Rede sein, da der Sekretär des Sicherheitsrates "in direktem Kontakt mit dem Staatsoberhaupt steht und eine große Verantwortung trägt".

Die russische Verfassung sieht vor, dass ein neu gewählter Präsident die Mitglieder der Regierung neu ernennen beziehungsweise im Amt bestätigen muss. Am Freitag war bereits Ministerpräsident Michail Mischustin erneut zum Regierungschef ernannt worden.

bur/bfi