WM in Katar: „Fußballbosse gehen über Leichen – für ihre Ziele, für ihr Geld“

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Die Qualifikation ist in vollem Gange. Die Qualifikation für ein Turnier, das es so niemals geben dürfte. Eine Fußball-WM in Katar – im November und Dezember des kommenden Jahres. Das ist aus so vielen Gründen verkehrt, das es einem den Magen umdreht. Meine sieben Thesen gegen die Austragung einer WM, für die tausende Menschen ihr Leben lassen mussten. 1. Die WM-Ausrichtung in Katar ist das Ergebnis und der Höhepunkt eines von der Basis abgekoppelten Fußballs. 22 Menschen, die einem Ball hinterherjagen, das scheint mittlerweile die einzige Gemeinsamkeit zu sein, die den Fußball der Basis mit dem Profifußball verbindet, der in einer Blase ein gefährliches Dasein fristet. Wenn sich der Weltverband FIFA für ein Land entscheidet, das keinerlei Fußballtradition, keine Fankultur, eine höchst überschaubare Nachwuchsförderung und keine Fußball-Infrastruktur hat, ein Land, das in der Weltrangliste des Verbandes zum Zeitpunkt der Vergabe auf Platz 113 stand, dann sollte er diese Vergabe zumindest koppeln an die Einhaltung von Menschenrechten. Er sollte auf politische Veränderungen drängen. Geschieht dies nicht, ist das ein Statement, dass die FIFA an einem Fußball, der Menschen verbindet, nur dann ein Interesse hat, wenn es dem eigenen Geschäftsgebaren nützt. Andreas Rettig: Meine sieben Thesen gegen die WM 2022 in Katar 2. Mit den verurteilten FIFA-Funktionären könnte man mittlerweile eine Fußballmannschaft aufstellen. Alfredo Hawit, Juan Angel Napout, Ariel Alvarado, Manuel Burga, Rafael Callejas, Luis Chiriboga, Marco Polo del Nero, Eduardo Deluca, Brayan Jimenez, José Luis Meiszner, Ricardo Teixeira, … Sie denken, diese Liste ist vollständig? Nicht im Ansatz. Eine Doppelseite in der MOPO würde vermutlich gerade ausreichen, um sie alle aufzuzählen, die korrupten FIFA-Männer an der Spitze eines Weltverbandes, bei dem in den vergangenen drei Jahrzehnten nachweislich mehr als 150 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern geflossen sind. Was hätte man mit diesem Geld alles anstoßen können? Wie viel Leid hätte die FIFA in den armen Ländern,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo