Ex-Wiesnchefin über Bierpreis-Streit - Gabriele Weishäupl: "Buam, rauft's euch zam!"

Irene Kleber

Im Krach um die Bierpreisbremse nimmt sich Ex-Wiesnchefin Gabriele Weishäupl (70) jetzt die Streithansln zur Brust. Sie schimpft ihren Nachfolger, die Wirte – und den OB.

München - Bierpreis-Streit und kein Ende. Nach dem Ärger zwischen Wirtesprecher Toni Roiderer und Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) vergangene Woche, dem fast geplatzten Friedensgipfel und der beleidigten Funkstille in der Rathaus-Groko hat OB Dieter Reiter (SPD) die Entscheidung über Schmids Wiesn-Bierpreisreform – gegen dessen Willen – auf Mai verschoben. Und: Für heute auch noch die Montagsrunde der Groko im Rathaus abgesagt. Die Stimmung ist eisig im Rathaus. Und die Wiesn-Wirte bleiben verzopft.

"Ein Kasperltheater", findet Gabriele Weishäupl (70), die 27 Jahre lang Münchens Tourismus-Chefin und damit auch Cheforganisatorin der Wiesn war – und die Debatte zunehmend mit Grant verfolgt. Sie hatte schon 2009 eine Umsatzpacht für die 13 großen Festzelte einführen wollen (statt des viel billigeren Quadratmeter-Platzgeldes). Gescheitert war sie schon damals: an der SPD.

AZ: Frau Weishäupl, OB Reiter schäumt, weil der Wiesn-Chef Schmid im Alleingang die Wirte schröpfen und den Bierpreis deckeln will, der Wirtesprecher vergreift sich im Ton, und im Rathaus reden Rote und Schwarze nicht mehr miteinander. Aus Ihrer Sicht: Gute oder schlechte Werbung für die Wiesn 2017? GABRIELE WEISHÄUPL: Was die Herren Schmid, Reiter und Roiderer da veranstalten, ist fürs Image der Wiesn wirklich nicht förderlich. Was sollen sich denn die Leute denken. Der Seppi Schmid hat einen wirklich guten Vorschlag gemacht mit der Umsatzpacht und der Bierpreisdeckelung. "Sauber", habe ich ihm neulich gesagt, "da wünsch ich Ihnen Glück!"

Ein Lob von Ihnen also? Einerseits. Aber er hätte im Vorfeld diplomatischer kommunizieren sollen, was er vorhat, das hätte einen Haufen Ärger erspart. Schon mal mit den Wirten. Aber auch mit der SPD.
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