Expats aufgepasst - Steuern, Inflation, Mieten: Das sind die teuersten Städte der Welt

Hongkong ist laut einem Ranking von "Mercer" die Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten.<span class="copyright">Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv</span>
Hongkong ist laut einem Ranking von "Mercer" die Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten.Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv

Das international tätige Unternehmensberatung „Mercer“ hat ein weltweites Städteranking nach den höchsten Lebenshaltungskosten veröffentlicht. Mietpreise zählen weiterhin zu den wichtigsten Faktoren.

Hongkong, Singapur und Zürich führen erneut die Liste der teuersten Städte für internationale Arbeitnehmer an, so ein aktueller Bericht von „ Mercer “. Diese Städte, bekannt für ihre enormen Wohn- und Lebenshaltungskosten, bestätigen somit ihre Spitzenpositionen aus dem Vorjahr.

Berlin ist Platz 31 der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten für Expats

Die teuerste Stadt in Deutschland für sogenannte Expats (Expatriates) ist Berlin, die den 31. Platz im Ranking belegt. Im Gegensatz dazu gelten Islamabad, Lagos und Abuja als die Metropolen mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten.

„Mercer“ hebt hervor, dass insbesondere Inflation und Wechselkurs-Schwankungen das Einkommen und die Ersparnisse von Auslandsmitarbeitern direkt beeinflussen. Zusätzliche Kosten entstehen durch steigende Ausgaben für Wohnraum, Versorgung, lokale Steuern und Bildung, insbesondere in wirtschaftlich und geopolitisch volatilen Regionen.

Wohnkosten unterliegen weltweit Schwankungen

Die Kosten für Wohnraum spielen eine entscheidende Rolle und unterliegen weltweit starken Schwankungen. In einigen Städten kam es zu extremen Preissteigerungen bei Mieten, beispielsweise in Istanbul mit einem Anstieg von 301 Prozent. Auf der anderen Seite sanken die Preise in Tel Aviv um 22 Prozent und in Minsk um 10 Prozent. In den teuersten Städten stiegen die Wohnkosten moderater an, mit Ausnahme von Nassau auf den Bahamas, wo keine Veränderung zu verzeichnen war.

Obwohl Berlin laut „Mercer“ die teuerste Stadt Deutschlands ist, liegen die Lebenshaltungskosten der Hauptstadt laut „ Housing Anywhere “ dennoch nur knapp über dem europäischen Mittelwert. Einzelne Verdiener müssen im Schnitt mit circa 2000 Euro im Monat rechnen. Die Mietpreise variieren stark, abhängig von Faktoren wie Lage und Ausstattung der Wohnungen, mit Durchschnittswerten von 700 Euro für ein Privatzimmer bis hin zu 1500 Euro für eine Wohnung.

7,21 Euro pro Quadratmeter in Berlin

Viele Berliner zahlen zu viel Miete. Wie die „ taz “ berichtet, dient der Mietenspiegel der Stadt dabei sowohl Mietern als auch Vermietern als Orientierung und legt den Mittelwert ortsüblicher Vergleichsmieten derzeit bei 7,21 Euro pro Quadratmeter fest.

Trotz der beschriebenen „moderaten Mietpreissteigerungen“, die von der Senatsverwaltung und der CDU bestätigt wurden, steigen die Mieten in Berlin beständig an, so die „taz“ weiter. Die Linkspartei fordert deshalb stärkere Maßnahmen zum Mieterschutz: „Je mehr öffentliche Wohnungen, desto mietpreisdämpfender der Effekt für ganz Berlin“, so Niklas Schenker, Sprecher für Mieten und Wohnen der Linken, im Gespräch mit der „taz“. „Rekommunalisierung und Vergesellschaftung sind der beste Mieterschutz.“

Der Mietspiegel gilt als kompliziert und reich an Ausnahmen, was auch eine Umfrage der „taz“ aufzeigt. Viele der Mietverträge fallen aufgrund ihres Alters oder bestimmter Bedingungen wie Möblierung oder umfassende Sanierungen nicht unter den Anwendungsbereich des Mietspiegels.