Explosion in Bar in Herford - Polizei sieht keine Hinweise auf politische Tat

In einer Bar in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford hat es am Sonntag eine Explosion gegeben. Das Gebäude habe im Vollbrand gestanden, sagte Feuerwehrchef Buschmann. Zudem seien "zahlreiche" Gullydeckel in die Luft geschleudert worden. (Christof STACHE)
In einer Bar in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford hat es am Sonntag eine Explosion gegeben. Das Gebäude habe im Vollbrand gestanden, sagte Feuerwehrchef Buschmann. Zudem seien "zahlreiche" Gullydeckel in die Luft geschleudert worden. (Christof STACHE)

In einer Bar in der nordrhein-westfälischen Stadt Herford hat es am Sonntag eine Explosion gegeben. Das Gebäude habe vollständig gebrannt, sagte Feuerwehrchef Karsten Buschmann der Nachrichtenagentur AFP. Zudem seien "zahlreiche" Gullydeckel in die Luft geschleudert worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Die Ursache war Polizeiangaben zufolge zunächst unklar - es gebe indes keine Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund der Explosion.

Die Polizei entsandte nach eigenen Angaben "alle verfügbaren Kräfte in den Einsatzraum" und nahm Ermittlungen auf. Diese liefen "in alle Richtungen". Die Polizei bat Zeuginnen und Zeugen, sie über "verdächtige Gegenstände und Personen zu informieren".

Zu möglichen Ursachen erklärten die Ermittler am Sonntagabend, es lägen keine "Hinweise auf einen terroristischen Anschlag oder eine politisch motivierte Tat" vor. Die Ermittlungen dauerten jedoch an, keine Ursache könne bestätigt oder ausgeschlossen werden. Da am Brandort weiter Gefahr bestanden habe, hätten die Ermittler noch keine Spurensicherung vornehmen können.

Zuvor hatte die Feuerwehr umliegende Gebäude evakuiert und das Feuer nach rund einer Dreiviertelstunde unter Kontrolle gebracht. Einsatzkräfte belüfteten mit speziellem Gerät die Kanalisation, um weitere Explosionen zu verhindern, sagte der Feuerwehrchef. Über der Einsatzstelle habe "erhöhter Benzingeruch" gelegen. Das Gebäude erlitt den Angaben zufolge erheblichen Schaden und soll nun zum Teil von der Feuerwehr eingerissen werden.

se/ck