Explosion am BVB-Bus: Bekennerschreiben nimmt Bezug auf Anschlag in Berlin

Das Attentat auf einen Bus der Dortmunder Fußballmannschaft am Dienstagabend soll einen islamistischen Hintergrund haben.

Ein islamistischer Hintergrund des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund wird nach Angaben von Ermittlern immer wahrscheinlicher. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" (SZ), NDR, WDR sowie der dpa vom Mittwoch wird in dem Bekennerschreiben auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und den Einsatz deutscher Tornado-Kampfflugzeuge in Syrien Bezug genommen.

Der Islamist Anis Amri raste im Dezember 2016 mit einem Lkw in einen Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskriche am Breitscheidplatz. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben.

Sportler und andere Prominente stehen angeblich auf einer Todesliste des IS

Das Bekennerschreiben soll laut SZ mit den Worten: "Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen" beginnen. Sportler und andere Prominente stünden wegen der Angriffe auf Muslime im "Kalifat" des "islamischen Staates" auf einer Todesliste der Terrororganisation, heißt es weiter.

Laut Ermittlern gelte es aber auch als denkbar, dass bewusst eine falsche Fährte gelegt werde. Nach Informationen des WDR sind auch gewaltbereite Fans oder andere Täter im Blick der Ermittler.

Schock und Bestürzung in Dortmund: Nach der Explosion von drei Sprengsätzen am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist das Champions-League-Spiel gegen AS Monaco am Dienstagabend kurzfristig abgesagt worden. Maja Hitij / Getty Images BVB-Profi Marc Bartra wurde bei dem Vorfall verletzt. Ina Fassbender / dpa Bei der Attacke wurde eine Scheibe des Mannschaftsbusses beschädigt. Bernd Thissen / dpa Hinweise auf einen Terroranschlag hatten die Sicherheitsbehörden zunächst nicht. Die Polizei ging aber von einem Angriff mit „ernst zu nehmenden Sprengsätzen“ aus. Ina Fassbender / dpa Der BVB informierte die Fans im Stadion über den Vorfall. Ralph Orlowski / REUTERS Die hielten sich zusätzlich über ihre Smartphones auf dem Laufenden. Federico Gambarini / dpa Die Partie soll nun am Mittwoch um 18.45 Uhr stattfinden. Das legte die Uefa nach Rücksprache mit beiden Mannschaften schnell fest. Carsten Linhoff / dpa Die Ursache für die Explosionen war auch mehrere Stunden nach den Detonationen im Dortmunder Süden unklar. Kai Pfaffenbach / REUTERS Die Polizei war nach eigenen Angaben „mit starken Kräften vor Ort“. Kai Pfaffenbach / REUTERS Die Mannschaft sollte zunächst mit einem anderen Bus zum Stadion gebracht werden. Mehrere Spieler hielten sich vor der Unterkunft auf. Carsten Linhoff / dpa Nach der Absage kehrte das Team in das Hotel zurück, bevor die Spieler zu ihren Familien fuhren. Ina Fassbender / dpa „Wir waren natürlich geschockt. Die Mannschaft war geschockt“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Auch Trainer Thomas Tuchel (Mitte) habe die Attacke direkt mitbekommen, berichtete Watzke: „Thomas war natürlich auch geschockt, weil eine der Explosionen wohl direkt an seiner Seite stattgefunden hat.“ Kai Pfaffenbach / REUTERS Die Mitteilung, dass das Spiel verschoben wurde, war ebenfalls auf den Anzeigetafeln im Signal-Iduna-Park zu lesen. Federico Gambarini / dpa Die Fans verließen das Stadion ohne Zwischenfälle. Federico Gambarini / dpa Fans von Monaco hatten zuvor ihre Anteilnahme mit „Dortmund! Dortmund!“-Sprechchören gezeigt. Lukas Schulze / Getty Images

Medienberichten zufolge prüfen die Ermittler bereits die Authentizität eines zweiten Bekennerschreibens. Es sei auf einer antifaschistischen Internetseite aufgetaucht. Darin hieß es, der Bus sei als "Symbol für die Politik des BVB" attackiert worden, der sich nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten en...

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