Eine Frau nach Explosion in Dortmunder Mehrfamilienhaus vermisst

Zwei Verletzte bei Explosion in Dortmund

Durch eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund sind am Freitag mindestens zwei Menschen verletzt worden. Eine Frau werde noch vermisst, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft der nordrhein-westfälischen Stadt am Abend mit. Gegen einen schwer verletzten Wohnungsmieter wird wegen vierfachen versuchten Mordes ermittelt. Die Such- und Aufräumarbeiten dauerten an.

Nach der Explosion am Freitagmorgen hatte die Feuerwehr nach eigenen Angaben zunächst einen Schwerverletzten geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Ein Leichtverletzter wurde vorsorglich ebenfalls in eine Klinik gebracht. Das Gebäude im Stadtteil Hörde stürzte teilweise ein, auf der Straße und den Gehwegen lagen Trümmer.

Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk rückten zu einem Großeinsatz aus. Die Ursache der Detonation war zunächst unklar. Erste Ermittlungen ergaben jedoch den Verdacht, "dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt worden sein könnte", wie Polizei und Staatsanwaltschaft erklärten.

Der dringende Tatverdacht des vierfachen versuchten Mordes richtet sich demnach gegen einen 48-jährigen Wohnungsmieter aus dem Haus, der bei der Explosion schwer verletzt wurde. Die Polizei ordnete seine vorläufige Festnahme an.

Nach Angaben der Feuerwehr konnte das stark beschädigte und einsturzgefährdete Haus zunächst nicht betreten werden. Zur Lageerkundung und zur Suche nach der vermissten Hausbewohnerin wurden eine Drehleiter, ein Teleskopmast und eine Drohne mit Wärmebildkamera eingesetzt. Auch ein Spürhund suchte das Gebäude ab, was aber ergebnislos blieb.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, soll die Suche nach der vermissten 36-Jährigen "intensiv" fortgesetzt werden, "sobald die akute Einsturzgefahr der angrenzenden Häuser gebannt ist".

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