Extrem-Hindernislauf: Blaues Wunder im Matsch

Extrem-Hindernisrennen sind voll im Trend und ein gutes Geschäft. Warum eigentlich? Ein Selbstversuch.

Berlin.  Die Farbe Blau steht für Harmonie, Zufriedenheit und Ruhe. Sie kann im Laufe der Zeit viele verschiedene Schattierungen annehmen. Vor allem, wenn sie sich in Form von blauen Flecken auf meinem Körper breit macht. Zugegeben, den Zusammenhang zwischen der Farb-Bedeutung und den Blutergüssen habe ich nicht sofort erkannt. Erst später, als der Adrenalin-Spiegel nach meinem ersten Hindernisrennen wieder auf ein Normalmaß gesunken war.

Hindernisläufe – oder wie es neudeutsch so schön heißt: Obstacle Races – erleben gerade einen Boom. Zehntausende Läufer stürzen sich in Schlammpfützen, erklimmen Holzwände oder lassen sich von Stromschlägen malträtieren. Freiwillig. Ob nun beim Spartan Race, BraveheartBattle, Xletix-Challenge oder Mud Masters. Der wohl beliebteste unter ihnen ist der Tough Mudder mit 2,5 Millionen Teilnehmern weltweit. Wer klein anfangen will, für den gibt es Läufe über eine Länge von fünf Kilometern mit zwölf bis 15 Hindernissen. Steigern lässt sich der Wahnsinn auf die Halbmarathon-Distanz mit 30 Hindernissen. Für die ganz Harten gibt es die Quälerei über 24 Stunden oder in der Länge eines Marathons. Die Startgebühren liegen zwischen 30 und 190 Euro und sind damit relativ hoch, die Veranstaltungen werden damit aber zum guten Geschäft. Und während die Freizeit-Sportler meist nur ein kühles Bier oder ein Finisher-Shirt bekommen, können professionelle Läufer so um Preisgelder kämpfen. Einige Hindernisrennen haben sogar eigene Weltmeisterschaften: Bei den Welttitelkämpf...

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