EZB-Chef Draghi: Es ist noch nicht so weit

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi sieht noch keinen Anlass für ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der Notenbank. Obwohl die wirtschaftliche Erholung zunehmend auch auf eigenen Beinen stehe, sei es «zu früh, einen Erfolg auszurufen», sagte Draghi auf einer Konferenz in Frankfurt.

One euro data point isn’t quite going Draghi’s way: #Inflation may have slowed for the first time in almost a year. https://t.co/kQiVZFwRIj pic.twitter.com/89p3yrPcuR— Holger Zschaepitz (@Schuldensuehner) 27. März 2017

EZB-Präsident Mario Draghi:

“Bevor wir irgendwelche Änderungen an den Bestandteilen unserer Politik vornehmen – Zinssätze, Vermögenskäufe und geldpolitischer Ausblick (“Forward Guidance”) – müssen wir noch genügend Vertrauen aufbauen, dass sich die Inflation tatsächlich mittelfristig bei unserem Zielwert einpendelt und auch dort bleibt, wenn die geldpolitischen Bedingungen weniger günstig sind.”

Die Inflation in der Eurozone – 1,5 Prozent im März – halten die Währungshüter also noch nicht für nachhaltig. Sie streben mittelfristig knapp unter 2,0 Prozent an. Die Inflationsdynamik sei «weiterhin abhängig von der Fortsetzung unserer aktuellen Geldpolitik», bekräftigte Draghi. Ihre milliardenschweren

Anleihenkäufe will die EZB bis Ende 2017 weiterführen.

La era de la retirada progresiva del “quantitative easing” por parte de los bancos centrales está cerca. #economia #dinero pic.twitter.com/3FgD0QMRQK— abcTrader (@abcTraderClub) 1. April 2017

Die Zinsen sollen bis mindestens dahin auf extrem niedrigem Niveau bleiben, derzeit liegt der Leitzins bei null Prozent. Mit gigantischen Wertpapierkäufen hatten die Notenbanken versucht, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Liquidität hatte die Aktienmärkte auf Rekordhöhen getrieben. Die US-Notenbank Fed will nun nicht mehr so viel Geld in den Markt pumpen, wie aus dem jüngsten Sitzungsprotokoll hervorgeht.

su mit dpa

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