Fälschen von Fahrschein kann Einstellung als Lehrer verhindern

Eine S-Bahnfahrt mit einem gefälschten Ticket kommt einen angehenden Pädagogen teuer zu stehen: Das Land Berlin muss den Mann wegen dessen fehlender "charakterlicher Eignung" nicht einstellen, wie das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in einem am späten Montag veröffentlichten Urteil entschied. Das Land hatte demnach ein erfolgtes Angebot einer Einstellung als Lehrer nach Einsicht in das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis zurückgezogen.

Der Kläger hatte bei einer Fahrscheinkontrolle einen verfälschten Fahrschein vorgezeigt. Die S-Bahn brachte den Fall zur Anzeige, weshalb der Mann zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen verurteilt wurde. Der entsprechende Strafbefehl war zum Zeitpunkt der Bewerbung noch im erweiterten Führungszeugnis festgehalten. Das Land Berlin habe deshalb das Recht, die Eignung des Bewerbers anzuzweifeln, urteilte das Gericht.

Das Landesarbeitsgericht wies der Mitteilung zufolge auch die Einschätzung des Klägers zurück, wonach die Zusage einer Anstellung bereits verbindlich gewesen sei. Die Möglichkeit einer Revision beim Bundesarbeitsgericht wurde dem unterlegenen Kläger verweigert.

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