Fünf Antworten zum Corona-Selbsttest

(cos/spot)
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Corona-Selbsttests sollen das Risiko einer Infektionsübertragung minimieren. (Bild: CorinnaL/Shutterstock.com)
Corona-Selbsttests sollen das Risiko einer Infektionsübertragung minimieren. (Bild: CorinnaL/Shutterstock.com)

Bund und Länder halten an ihrer bisherigen Corona-Strategie fest: testen, testen, testen, lautet die Devise. Um möglichst schnell Fortschritte erzielen zu können, sollen bereits in den nächsten Tagen Corona-Selbsttests für private Anwender den Weg in den Handel finden. Alles Wissenswerte im Überblick.

Was ist der Unterschied zwischen Selbsttest und Schnelltest?

Sowohl bei Corona-Schnelltests auch als Corona-Selbsttests handelt es sich um Antigen-Tests. Zu verwechseln sind die beiden Verfahren allerdings nicht. Der größte Unterschied: Schnelltests müssen von geschultem Personal durchgeführt werden. Hierbei wird mit einem langen Stäbchen ein Nasen- oder Rachenabstrich genommen und auf einen Teststreifen gegeben. Das Resultat liegt nach einer viertel bis halben Stunde vor und wird mittels Verfärbung signalisiert.

Corona-Selbsttests hingegen sind in der Anwendung deutlich einfacher - und angenehmer - und können von Privatpersonen zu Hause durchgeführt werden. Auch sie erfolgen mittels Abstrich, die Proben werden allerdings nicht ganz so tief im Nasen- oder Rachenraum genommen. Die Auswertung ist binnen weniger Minuten via Teststreifen möglich.

Ab wann und wo sind Corona-Selbsttests erhältlich?

Corona-Selbsttests sollen schon in Kürze frei verkäuflich sein. Als einer der ersten Anbieter geht der Discounter Aldi Nord und Aldi Süd in die Offensive. Dort gibt es die Tests bereits ab Samstag, 6. März, im Sortiment. Weitere große Einzelhändler, etwa Lidl oder Edeka, konnten gegenüber "tagesschau.de" derweil noch keinen genauen Termin für den Verkaufsstart von Corona-Selbsttests nennen.

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Kunden der Drogeriemärkte dm und Müller werden ebenfalls bald fündig. Hier sollen Corona-Selbsttests ab Dienstag, 9. März, ins Sortiment aufgenommen werden. Die Drogeriekette Rossmann schließt sich eine Woche darauf an und verkauft die entsprechende Ware demnach voraussichtlich ab Mittwoch, 17. März.

Auch Apotheken werden in naher Zukunft Anlaufstation für Corona-Selbsttests sein. Die ersten Läden sollen schon ab kommender Woche mit dem Verkauf starten.

Was kostet ein Corona-Selbsttest?

Bislang hat lediglich die Discounterkette Aldi Angaben zu den Preisen ihrer bald angebotenen Corona-Selbsttests gemacht. Eine Fünferpackung, die es an der Kasse zu kaufen geben wird, soll 24,99 Euro kosten. Schon jetzt informiert das Unternehmen seine Kunden: Die Abgabemenge ist zunächst auf eine Packung pro Kunde begrenzt.

Wie funktioniert ein Corona-Selbsttest?

Mittlerweile gibt es sieben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassene Corona-Selbsttests. Alle erfordern einen Abstrich im Nasen- oder Rachenraum. Hierzu befindet sich in den Verpackungen ein Stäbchen, mit dem die Probe entnommen wird. Diese wird anschließend in ein beigelegtes Testbehältnis eingesetzt und dann auf einen Teststreifen gegeben. Nach etwa 15 bis 30 Minuten, je nach Produkt, erscheint auf dem Teststreifen das Ergebnis.

Warum sind Corona-Selbsttests notwendig?

Um die Fallzahlen anhaltend senken zu können, ist es nötig, die Überträger des Virus schnellstmöglich zu erkennen. Corona-Selbsttests helfen dabei. So können sie etwa das Risiko einer Infektionsübertragung minimieren, werden sie vor einem Treffen mit Personen aus anderen Haushalten durchgeführt.

Eine Pflicht zum Selbsttest gibt es bislang nicht. Bezüglich pädagogischer Einrichtungen schreibt das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Website: "Es ist Aufgabe der Länder, ihre Schulen und Kitas mit Schnelltests zu versorgen. Es können auch Selbsttests als Teil der Teststrategie der Länder für Kitas und Schulen zum Einsatz kommen."

Im Video: Das sind die neuen Corona-Regeln