In fünf Bezirken: Warum Berlin an Grundschulen Türkisch-Unterricht anbietet

Grundschülerin im Unterricht (Archivfoto)

Seit diesem Montag bietet das Land Berlin in Neukölln, Mitte Friedrichshain-Kreuzberg, Charlotenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg einen Türkischunterricht für Grundschüler an. Das Angebot richte sich speziell an Schülerinnen und Schüler mit einem türkischen Familienhintergrund, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte.

Das AG-Angebot "Herkunftssprache Türkisch" richtet sich an Schüler der 1. bis 3. Klasse. Nach Abschluss der Pilotphase zum Schuljahresende werde eine Ausweitung des Unterrichtsangebots auf weitere Schulen geprüft, hieß es aus der Bildungsverwaltung. Die Schüler werden an zwei Stunden pro Woche von Lehrern des Landes Berlin unterrichtet. Neben Sprachkenntnissen soll auch Landeskunde vermittelt werden.

Grund für den Einstieg des Landes in den Türkisch-Unterricht sind die Erfahrungen durch Lehrer des türkischen Generalkonsulats. Diese sogenannten Konsulatslehrer sollen allein in Berlin an 150 Schulen Türkisch-Unterricht erteilt haben. Sie nutzten die Räume an staatlichen Schulen, wurden aber nicht kontrolliert. Eltern und der Türkische Bund Berlin hatten eine "Indoktrinierung" der Kinder durch die Lehrer beklagt. Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 hatte die AKP-Regierung zehntausende Lehrer gegen Erdogan-treue Kräfte ausgetauscht. Einige dieser Pädagogen seien auch nach Deutschland gekommen und hätten den Schülen ein extrem konservatives, nationalistisches und einseitiges Türkei-Bild vermittelt, klagte der Türkische ...

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