Fünf Festnahmen bei Anti-Terror-Razzien in Frankreich

Polizeieinsatz in Frankreich

Wenige Tage vor der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen sind bei Anti-Terror-Razzien in mehreren französischen Orten fünf Verdächtige festgenommen worden. Es handele sich um vier Männer und eine Frau, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Bei den Einsätzen am Dienstag wurden demnach zwei Schnellfeuergewehre und zwei Handfeuerwaffen beschlagnahmt, die allerdings aus legalem Besitz stammen.

Die Behörden hätten eine gewaltsame Aktion befürchtet, hieß es aus Ermittlerkreisen. Daher habe die Anti-Terror-Polizei Razzien in Nord- und Zentralfrankreich vorgenommen. Die Waffen gehörten den Angaben zufolge einem Vertrauten eines der Festgenommenen, der sie legal besaß. Die Festgenommenen sind größtenteils in den 90er Jahren geboren. Einige von ihnen waren über soziale Medien oder das Internet miteinander im Kontakt.

Frankreich ist seit Anfang 2015 von einer Reihe von Anschlägen mit insgesamt 239 Toten getroffen worden. Seit der Pariser Anschlagsserie vom 13. November 2015 herrscht in dem Land der Ausnahmezustand. Während der Präsidentschaftswahl gelten besonders strikte Sicherheitsvorkehrungen. Die erste Runde fand am 23. April statt, die Stichwahl folgt am kommenden Sonntag.

Am 20. April hatte ein 39-jähriger Mann mit einer Kalaschnikow das Feuer auf einen Polizeiwagen auf den Champs-Elysées in Paris eröffnet. Er tötete einen Beamten und verletzte zwei weitere, einen davon schwer. Auch eine Deutsche wurde verletzt. Im Auto des Attentäters fanden die Ermittler eine Pumpgun und zwei große Messer sowie Munition.

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