Für den Klimaschutz: BVG testet E-Bus aus Finnland auf der Linie 204

Die BVG testet schon vier E-Busse eines polnischen Herstellers. Bis zum 9. Mai fährt zwischen Zoo und Südkreuz ein Modell aus Finnland.

Farbenspiel bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG): Statt im typischen Sonnengelb fährt auf der Linie 204 auch ein Bus mit blauer Lackierung durch die Stadt. Auf der Linie, die die Bahnhöfe Südkreuz und Zoologischer Garten miteinander verbindet, testen die Verkehrsbetriebe seit September 2015 elektrisch angetriebene Busse.

Aktuell werden die vier E-Busse vom polnischen Typ Solaris Urbino 12 von einem Fahrzeug aus Finnland verstärkt. Der Linkker 12+ war zuvor vom Hersteller auf der Berliner "Bus2Bus"-Messe präsentiert worden, nun soll er noch bis zum 9. Mai zeigen, was er im Alltag kann. Anders als die E-Busse von Solaris wird er jedoch nicht induktiv (kabellos), sondern mit Strom aus der Steckdose versorgt. Was in der Praxis bedeutet, dass er bei leeren Batterien zum Aufladen ins Depot muss. Die größten Chancen auf eine Probefahrt haben Fahrgäste daher vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, so die BVG.

Hintergrund für den Einsatz ist die Entscheidung des Senats, dass zur Erreichung der Klimaschutzziele die BVG ab 2020 nur noch Busse ohne Schadstoffemissionen kaufen darf. Ein Problem: Elektrisch angetriebene Busse, die ohne Oberleitung auskommen, haben bisher noch keine Serienreife erreicht. Um die Hersteller zu größeren Investitionen in die Entwicklung zu bewegen, wollen die Verkehrsbetriebe von Berlin und Hamburg daher eine gemeinsame Großausschreibung starten. Ziel ist die Anschaffung von 200 E-Bussen pro Jahr.

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