Facebook und Instagram verschärfen Vorgehen gegen QAnon-Verschwörungstheoriker

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QAnon-Anhänger auf einer Versammlung von Trump-Unterstützern zum Labor Day am 7. September 2020 (Bild: Reuters/Carlos Barria)
QAnon-Anhänger auf einer Versammlung von Trump-Unterstützern zum Labor Day am 7. September 2020 (Bild: Reuters/Carlos Barria)

Die Online-Netzwerke Facebook und Instagram verschärfen ihr Vorgehen gegen die QAnon-Bewegung, die Verschwörungstheorien verbreitet und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, sollen künftig alle Facebook-Seiten und -Gruppen sowie alle Instagram-Konten mit Verbindungen zu QAnon entfernt werden, "selbst wenn sie keinen gewalttätigen Inhalt haben".

Im August hatte Facebook bereits rund 800 Gruppen, 100 Seiten und 1500 Anzeigen mit Verbindungen zu QAnon aus seinem Netzwerk entfernt. Für mehr als 10.000 Instagram-Konten, 440 Facebook-Seiten und fast 2000 Facebook-Gruppen wurden zudem Restriktionen verhängt, um die Reichweite von QAnon-Inhalten einzuschränken. Auch mehr als 300 sogenannte Hashtags - also Schlagworte - mit Bezug zu QAnon wurden deshalb in beiden Netzwerken blockiert.

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Der Kurzbotschaftendienst Twitter hatte bereits zuvor tausende Konten mit Verbindungen zu QAnon gelöscht.

QAnon-Anhänger auf einer rechtsextremen Demo am 17. August 2019 in Portland (Bild: Stephanie Keith/Getty Images)
QAnon-Anhänger auf einer rechtsextremen Demo am 17. August 2019 in Portland (Bild: Stephanie Keith/Getty Images)

Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die USA von einer kriminellen Organisation beherrscht würden, der etwa die früheren Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama, der Milliardär George Soros sowie diverse Hollywoodstars angehören sollen. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter.

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Unter den QAnon-Anhängern sind viele Trump-Unterstützer. Anhänger der Bewegung nahmen zuletzt auch an Protesten gegen die Corona-Restriktionen in den USA teil. Trump hatte nach der Facebook-Entscheidung im August gesagt, er wisse nicht viel über QAnon. Die Anhänger der Bewegung seien aber "Leute, die unser Land lieben".

Angestellte eines Vertriebs für medizinische Ausrüstung in Pennsylvania geben sich während einer Ansprache Trumps am 14. Mai 2020 als QAnon-Anhänger zu erkennen (Bild: Reuters/Carlos Barria)
Angestellte eines Vertriebs für medizinische Ausrüstung in Pennsylvania geben sich während einer Ansprache Trumps am 14. Mai 2020 als QAnon-Anhänger zu erkennen (Bild: Reuters/Carlos Barria)

In den USA und anderen Ländern hat in den vergangenen Monaten der Druck auf die Betreiber der großen Onlinenetzwerke stark zugenommen, gegen Hassbotschaften und Falschinformationen vorzugehen.

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In den USA wird die Debatte über derartige Onlinebotschaften angesichts der Präsidentschaftswahl am 3. November besonders intensiv geführt. Facebook und andere Internetunternehmen ergriffen in den vergangenen Monaten bereits diverse Maßnahmen gegen aufwiegelnde, manipulative und irreführende Botschaften auf ihren Seiten. Am Donnerstag hatte Facebook Wahlwerbung von US-Präsident Trump mit kritischen Äußerungen über Flüchtlinge aus seinem Netzwerk entfernt.

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