Facebook will von Abstimmungen bei Regeln zur Privatsphäre abrücken

New York (dapd). Facebook will seine 2009 eingeführte Praxis, nach der die Nutzer über Änderungen bei den Regeln zur Privatsphäre abstimmen können, wieder abschaffen.

Facebook schrieb am Mittwoch in seinem Firmenblog, das derzeitige System habe Quantität der Beiträge vor Qualität gestellt. Die für eine verbindliche Entscheidung erforderliche Teilnahme von mehr als 30 Prozent der aktiven Nutzer sei bei den zwei bisherigen Abstimmungen nicht erreicht worden.

Das US-Unternehmen teilte mit, weiterhin im Voraus über "signifikante Änderungen" bei den Einstellungen zur Privatsphäre und anderen Fragen des Datenschutzes zu informieren. Die Nutzer sollen dann sieben Tage Zeit zum kommentieren haben. Man werde die Reaktionen berücksichtigen, bevor die Änderungen in Kraft treten, schrieb Elliot Schrage, Facebooks für Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Vizepräsident. Das größte soziale Netzwerk der Welt wird vielfach für seinen Umgang mit persönlichen Daten kritisiert.

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