Fahndung nach Tod von Geschwisterpaar dauert an

Hanau (dpa) - Nach dem Tod zweier Geschwister in Hanau sucht die Polizei weiter nach dem Tatverdächtigen. Die Fahndung dauere an, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Auch die Staatsanwaltschaft gab keine neuen Details preis: «Die Fahndung läuft auf Hochtouren», sagte die Hanauer Staatsanwältin Lisa Pohlmann.

Ermittelt wird wegen Mordverdachts. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem Gesuchten um den Vater der beiden Kinder - ein siebenjähriges Mädchen und ein elfjähriger Junge.

Am Mittwochmorgen hatten Passanten vor einem Hochhaus in der Hanauer Innenstadt auf dem Boden den schwer verletzten Jungen gefunden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Auf dem Balkon der Wohnung im neunten Stock des Hauses wurde seine tote Schwester entdeckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen, weitere Details waren offen geblieben. Die Geschwister lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Die Ermittler erklärten, wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen habe, werde gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau in Verbindung zu setzen.

Hinweis auf familiäre Probleme

Die Familie war zum Jahreswechsel 2021/22 nach Hanau zugezogen. Schon Monate vor der Tat lagen dem Hanauer Jugendamt Hinweise auf familiäre Probleme vor, wie die Stadt berichtet hatte. Die Obduktion der Leichen hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch «scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich» starb. Bei dem Jungen hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt. Sie seien auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen.

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