Falsche Polizisten: Kölner Polizei warnt vor Betrügern

Die Täter nutzen die Betrugsmasche um Senioren auszurauben.

Die Polizei warnt vor Betrugsversuchen falscher Polizisten. Die Täter rufen Senioren mit der Aussage an: „Hier ist die Polizei! Bitte schließen Sie sofort Fenster und Türen. Es handelt sich um einen Notfall.“

Währenddessen erscheint die Rufnummer 0221-110 auf dem Display der Opfer und lassen die Betrüger vertrauenswürdig erscheinen. Laut Polizei fordern die Betrüger Senioren auf, Schmuck und Geld einem Zivilpolizisten zu geben, der diese an der Wohnungstür abholt.

Polizei ermittelt bereits in 30 Fällen

Die Beamten ermitteln in 30 Fällen dieser Abzocke. Sie vermuten, dass die Dunkelziffer höher liegt und prüfen, ob die Taten mit Rockern aus der Türkei zusammenhängen. (akh)

Was die Kommissarin rät: Einige Praxis-Tipps von Angelika Platthaus

Klaren Kopf bewahren: „Bei Anrufen mit Gewinn-Mitteilungen sollten Sie sich zu allererst fragen: Habe ich überhaupt irgendwo mitgespielt?“ so Platthaus. Nur dann könne man ja etwas gewonnen haben. „Und wenn Vorkasse ins Spiel kommt, sollten alle Alarmglocken bei Ihnen schrillen. Seriöse Lotto- oder Gewinnspielfirmen verlangen nie eine Vorauszahlung auf irgendeinen Gewinn.“

Persönliche Daten: Eines hätten „Enkeltrick“, dubiose Gewinnanrufe und falsche Polizisten an der Tür gemeinsam. „Die Täter suchen sich ihre Opfer gern per Telefonbuch. Ein wunderbares Hilfsmittel, darin stehen viele alt klingende Vornamen, oft sogar mit Adresse.“ Letztere habe dort nichts zu suchen. Den Vornamen solle man abkürzen lassen – oder auf den Eintrag ganz verzichten. Sensible Daten, vor allem die Bankverbindung, nie am Hörer preisgeben.

Rat holen: Eine generell gute Strategie ist es bei Zweifeln aller Art, eine Vertrauensperson einzuweihen oder anzurufen. „Wenn Sie gar nicht mehr weiterwissen, fragen Sie uns“, bot die Polizistin an.

Skepsis an der Tür: Die goldene Regel: „Lassen Sie nur Handwerker herein, die Sie selbst bestellt haben!“ Behaupte er, im Auftrag des Vermieters zu kommen, solle man jenen fragen – und die Nummer selbst heraussuchen! Bei Polizei an der Tür hilft ein Anruf auf der Wache. Ohne weiteres ist niemand verpflichtet, Beamte herein zu lassen. Eine Tür-Kette schützt vor Aufdrücken mit Gewalt. (bes)

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