"Werde nicht als Fan vor Ort sein": Philipp Lahm boykottiert WM in Katar

Am Montag, 7. November, strahlt ProSieben eine Doku zur Fußball-WM in Katar aus, in der auch Weltmeister Philipp Lahm zu Wort kommt. Er sagt zur WM-Vergabe: "Das darf in Zukunft nicht mehr passieren." (Bild: 2022 Getty Images/Thomas Niedermueller)
Am Montag, 7. November, strahlt ProSieben eine Doku zur Fußball-WM in Katar aus, in der auch Weltmeister Philipp Lahm zu Wort kommt. Er sagt zur WM-Vergabe: "Das darf in Zukunft nicht mehr passieren." (Bild: 2022 Getty Images/Thomas Niedermueller)

Am Montag, 7. November, strahlt ProSieben eine Doku zur Fußball-WM in Katar aus, in der auch Weltmeister Philipp Lahm zu Wort kommt. Er sagt zur WM-Vergabe: "Das darf in Zukunft nicht mehr passieren."

Philipp Lahm, Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 2014, spricht einmal mehr Klartext zum leidigen Thema WM-Vergabe: Für ihn sei "ganz klar die Frage: Wie wird eine WM vergeben?", sagt der 38-Jährige in dem ProSieben-Beitrag "Das Milliardenspiel: Die verkaufte WM", der am Montag, 7. November, 20.15 Uhr, ausgestrahlt wird. "Es gibt Kriterien, und Katar war nicht oben gestanden." Der ehemalige Bayern-Profi Lahm fordert in dem Beitrag laut einer Vorab-Meldung des Senders: "Das darf in Zukunft nicht mehr passieren. An solche Länder, die die Kriterien nicht einhalten, darf eine WM nicht vergeben werden."

Für Lahm, immerhin Turnierdirektor der UEFA EURO 2024, stehe fest, dass er nicht nach Katar zur WM reisen wird. "Ich bin einer, der gerne in Länder reist, wo man immer herzlich willkommen ist - egal, wer man ist. Ich bin jemand, der Fankultur wertschätzt, der sich freut, wenn eine Nation wirklich so eine Kultur hat oder auch entwickelt. Deswegen werde ich nicht als Fan vor Ort sein."

Benjamin Adrion, Ex-Fußballprofi und Initiator der internationalen Wasserinitiative Viva con Aqua, sucht Antworten auf die Frage: Kann aus dem WM-Desaster auch etwas Gutes entstehen, oder erhält die FIFA die Rote Karte für ihr Foul an den Fans und den Fußball? (Bild: ProSieben)
Benjamin Adrion, Ex-Fußballprofi und Initiator der internationalen Wasserinitiative Viva con Aqua, sucht Antworten auf die Frage: Kann aus dem WM-Desaster auch etwas Gutes entstehen, oder erhält die FIFA die Rote Karte für ihr Foul an den Fans und den Fußball? (Bild: ProSieben)

"Kann aus dem WM-Desaster auch etwas Gutes entstehen?"

Die Sendung "ProSieben THEMA. Das Milliardenspiel: Die verkaufte WM" zeige "die Machenschaften des Fußball-Weltverbands und ihrer korrupten Vergabe", heißt es seitens ProSieben. Benjamin Adrion, der ehemalige Fußballprofi und Initiator der internationalen Wasserinitiative "Viva con Agua", reist nach Senderangaben für die Dokumentation "von der FIFA-Zentrale in Zürich bis nach Katar". Adrion: "Zum Zeitpunkt der WM-Vergabe war klar: Die Menschenrechtssituation vor Ort ist prekär. Was hat also dazu geführt, dass das größte Sportereignis der Welt in Katar stattfindet? Die universellen Menschenrechte einzuhalten und wenn nötig einzufordern, macht das Fundament eines friedlichen und menschenwürdigen Miteinanders aus. Wir brauchen positive Transformation für gesellschaftlichen Wandel und Entwicklung."

In der Doku trifft Adrion unter anderem Bonita Mersiades. Die Whistleblowerin, die aus dem System der FIFA ausgestiegen ist, weil sie Stimmen für die WM-Vergabe 2022 kaufen sollte, äußere sich ebenso offen wie Georg Pangl, ein Ex-Funktionär, der bei entscheidenden FIFA-Geheimsitzungen dabei gewesen sei. Adrion sucht laut ProSieben Antworten auf die Frage: "Kann aus dem WM-Desaster auch etwas Gutes entstehen, oder erhält die FIFA die Rote Karte für ihr Foul an den Fans und den Fußball?"